KLASSENTREFFEN

  • Und weiter mit dem Re-Upload von Geschichten, die beim Forumscrasch wahrscheinlich verloren gingen. Wegen der größeren Textmenge in zwei Portionen. Auch versuche ich mich diesmal an Desis Formatierungsvorschlag zu halten.


    Diese Geschichte entstand etwa gegen 2010 im Rückblick auf ein wirklichen Klassentreffen, welches allerdings nochmal zehn Jahre zuvor stattfand. Auch die weibliche Hauptdarstellerin (inkl. ihres Namens) entspricht 100% der Realität, wie auch vieles anderes was beschrieben wird. Die weiteren Ereignisse nach Verlassen der Lokalität sind natürlich ein Produkt der Phantasie.
    Diese Story wurde ursprünglich für ein Schläppchenforum geschrieben und legt dementsprechend seinen Schwerpunkt auf Fußbekleidung. Jedoch spielt in einem solchen Rahmen auch Lycrakleidung immer eine große Rolle.
    Wieder einmal heißt der Protagonist Frank. Anscheinend messe ich Namen wenig Bedeutung bei und ende immer beim selben - keine Ahnung wieso. Jedenfalls sind die vielen Franks miteinander weder verwandt noch verschwägert. Den Namen nachträglich zu ändern sah ich jedoch nicht als notwendig an. Jeder mag sich einen seiner Vorstellung konvinierenden Namen ausdenken.


    Gute Unterhaltung.






    KLASSENTREFFEN


    Fetischstory von lycwolf





    Kapitel 1.


    9 Uhr morgens.
    Ich sitze an meinen Schreibtisch. Irgendwie ist mir tierisch fad. Die ganze Woche war schon so uninteressant, um nicht zu sagen langweilig.


    Die Post.
    Reklame, … Rechnung, … Rechnung, … Angebot abgelehnt (Ist mir heute auch egal), … Rechnung, … Werbung, … Einladung zum Klassetreffen, … Reklame,…


    Moment mal. Zurück!
    Tatsächlich. Eine Einladung zum Klassentreffen.
    Ich schaue mir den Brief genauer an. Ein altes Klassenfoto. Ich wie üblich in der hinteren Reihe am Rand. Der Text dazu wirkt nicht gerade bemüht um etwas Einfallsreichtum.
    "Was habt ihr die letzten 15 Jahre gemacht? - Klassentreffen der 10 B“. Teilnahmebestätigung bis 15. 7. bei …..


    Klar, hätte ich mir denken können. Bei unserem Klassensprecher, dem Primus, mittlerweile bereits dem „Herrn Professor“.
    Ich lege das Schreiben beiseite. Hab echt keinen Bock auf diese Angebereien, die bei so was immer die Runde machen. Wie gut es jedem geht, wie viel Geld sie monatlich scheffeln, das Eigenheim, der neue Porsche, wie glücklich sie verheiratet sind, die reizenden Kinder….
    Nee, wirklich kein Interesse.


    Ich bin zwar nie direkt ein Außenseiter gewesen, aber durch meine Art auch nicht unbedingt „Everybody´s Darling“. Meine sozialen Kontakte in der Klasse waren eher oberflächlich und die wenigen engeren Freunde und -innen von früher sehe ich sowieso regelmäßig.
    Dazu kommt, dass die Feier auch noch zusammen mit unserer Parallelklasse abgehalten werden soll und ich dort sowieso zu keinem einen besonderen Draht hatte.


    Also gut. Back to normal.
    Die Arbeit erledigt sich schließlich nicht von selbst.
    Ich nehme mir die Rechnungen vor – und lege sie sogleich wieder weg.


    Meine Gedanken schweifen ab und ich wippe auf meinem Stuhl zurück.
    Erstaunlich. 15 Jahre ist das schon her. Vieles von damals habe ich bereits vollkommen vergessen, aber so einiges bahnt sich jetzt seinen Weg aus dem Unterbewusstsein ans Licht. Bei manchen Erinnerungen muss ich schmunzeln.
    Als ich gerade wieder an die Arbeit gehen will, taucht ein Name vor meinem geistigen Auge auf. Zuerst diffus, dann aber immer deutlicher:


    MONIKA!


    Monika L.
    Warum gerade dieser Name?
    Zuerst denke ich, es wäre weil sie die wirkliche Außenseiterin unserer Klasse war. Doch dann schießt es mir plötzlich ganz heiß durch den gesamten Körper.
    "Ballerina - Moni".
    So hatte ich sie im Geiste immer genannt, nicht nur wegen ihrer Schuhe sondern weil sie darüber hinaus unter ihrer weiten Oberbekleidung immer irgendwas körperbetontes aus Lycra oder Nylon trug. Bei jungen Tänzerinnen ist dieser Kleidungsstil häufig anzutreffen.

    Nur war Moni keine Ballerina.
    Sie war eigentlich das mit Abstand unscheinbarste, wenn nicht sogar unattraktivste Mädchen der gesamten Schule. Und doch hatte sie mich damals fasziniert. Im Nachhinein denke ich sogar dass sie, obwohl nicht der Auslöser meines Lycra- und Schläppchenfetisches, doch zumindest meine bereits vorhandene Neigung für Lycra, Schläppchen und Füße damals deutlich verstärkte.



    Kapitel 2.


    Monika war immer das „hässliche Entlein“
    Stets betont altmodisch gekleidet, als wolle sie damit bezwecken, dass auch ja keiner Notiz von ihr nehme. Doch das war oberflächlich. Wer genauer hinsah bemerkte, dass sie unten drunter immer Gymnastiksachen trug, die aber natürlich niemandem auffielen. Äußerst schüchtern, den Blick dauernd gen Boden gerichtet um ja niemanden ansehen, geschweige denn ansprechen zu müssen.
    Jedoch war sie, wie nicht anders zu erwarten, eine sehr gute Schülerin. Eine klare Einser-Kandidatin.
    Sie hatte kaum Freundinnen. Keine wollte sich mit einer solchen Randerscheinung abgeben, deren Unattraktivität von einer Korrekturzahnspange für Überbiss und einer Brille, auf die das Attribut „Fledermaus“ zuträfe noch unterstützt wurde.
    Gut, die Brille lenkte ein wenig von ihrer großen Nase ab, konnte aber nicht über ihre leichten Segelohren hinwegtäuschen. Alles in allem, auch im Hinblick auf ihre altmodischen Kleider und Röcke, konnte man sie ruhigen Gewissens als Vogelscheuche bezeichnen.


    Und doch war ich eigentümlicher Weise von ihr fasziniert.
    Natürlich habe ich weder mit ihr, noch mit anderen Mitschülern darüber gesprochen. Das hätte ja mein völliges soziales Aus in der Klassengemeinschaft bedeutet. Damals fehlte mir eben noch die entsprechende Reife.


    Da Monika immer nach unten blickte, sah auch ich an ihr herunter.
    Dabei fiel mir auf, dass sie fast ganzjährig, außer im tiefsten Winter, Ballerinas an ihren Füßen trug. Dazu hatte sie je nach Witterung Strumpfhosen von hauchdünn bis sehr dicht an, oder Gymnastikhosen, wie man damals zu Leggings sagte.
    Wenn ihr langer Rock wehte, konnte ich immer eine Ansicht auf glatte, seidig glänzende Beine erhaschen. Was meine Blicke immer wieder auf sie zog war die Tatsache, dass sie scheinbar nur wenige Paare Ballerinas besaß, denn diese machten ausnahmslos den Eindruck, als wäre sie ihnen schon entwachsen.
    Im Oberleder der Schuhe zeichneten sich sogar ihre einzelnen Zehen so deutlich ab, dass jeder seinen eigenen Lichtreflex auf der Schuhspitze verursachte.
    All ihre Ballerinas wiesen sich durch eine möglichst dünne Sohle und einen hauchfeinen, wenn überhaupt vorhandenen Absatz aus.
    Dadurch, dass die Schuhe augenscheinlich eine halbe Nummer zu klein waren, wurde das Leder sowohl an der Spitze und den Seiten, wie auch am Absatz über die Sohle hinaus gedehnt. Die Schuhsohle erschien also deutlich kleiner als die Fußsohle, ähnlich wie bei Ballettschuhen.
    Auffällig war auch, dass die Lederflanken der Schuhe beim Abrollen der Füße nicht wie üblich leicht aufklafften, sondern immer fest am Fuß ansaßen.


    Es machte mich damals richtig heiß, heimlich Monikas Füße anzustarren. Dem gelenkigen Zehenspiel in den engen Ballerinas zuzuschauen, immer dann, wenn sie sich unbeobachtet fühlte. Auch die Strumpfhosen oder Leggings, die öfter unter ihrem Kleid hervor lugten oder das Sehnenspiel auf ihren nackten Fußoberseiten im Sommer fand ich aufregend. Wenn man Glück hatte, sah man unter ihrer Bluse auch manchmal einen eng anliegenden Gymnastikanzug, den sie wohl als Unterwäsche trug.
    Dies ging eine ganze Weile so und mir fiel auf, dass alle ihre Ballerinas ähnlich eng und ausgeformt waren. Nicht „ausgelatscht“, sondern nur gedehnt und der Fußform angepasst. Ebenso auffällig war, dass die Schläppchen stets glänzend sauber waren. Es machte auch fast den Eindruck, als wäre ihre größtenteils verhüllte Lycrakleidung das was sie eigentlich tragen wollte, sich aber nicht traute.



    Kapitel 3.


    Dann verletzte ich mich beim Fußballspielen, wodurch ich fast sieben Wochen lang nicht am Schulsport teilnehmen konnte. Pech, vor allem weil wir nach dem Sport noch weiteren Unterricht hatten und ich deshalb immer zuschauen musste anstatt nach Hause zu gehen.
    Jungs und Mädchen hatten getrennt Sportunterricht. Meist in der gleichen Turnhalle, aber durch einen schweren Trennvorhang in der Mitte geteilt.
    Während ich also oben auf der Tribüne saß, konnte ich beiden Geschlechtern zusehen.
    Das Programm der Jungs bestand hauptsächlich aus Leichtathletik und Ballsportarten, wohingegen der Schwerpunkt bei den Mädchen auf klassischem Turnen, Gymnastik und Aerobic bzw. Jazzdance lag.
    Verständlich, dass meine Aufmerksamkeit den Mädels in ihren engen Lycra-Anzügen und Gymnastikschläppchen galt.


    Es war eine Augenweide zu sehen, wie sich die ästhetischen Körper beim Turnen dehnten und bogen. In den glänzenden, figurbetonenden Trikots. Wie sie ihre Füßchen streckten und krümmten.
    Man konnte verschiedene Arten von Schläppchen beobachten. Von einfachen Leinen-Gymnastikschuhen aus dem Kaufhaus, über Lederschläppchen verschiedenster Farben bis hin zu richtigen Ballettschuhen war alles vertreten.
    Monika fiel auch hier durch ihre Kleidung auf, wenngleich sie hier endlich das zeigen konnte was sich sonst unter anderen Stoffschichten verbarg.
    Während die anderen Mädchen bunte, auffällige und glänzende Lycrasachen in oftmals mehreren Schichten trugen, hatte sie entweder nur ein schlichtes, mattschwarzes Turntrikot oder zusätzlich ebenfalls mattschwarze Stegleggings an. Der Turnanzug war jedoch so eng, dass er ihr nicht gerade üppiges Dekolleté komplett flach presste, dementgegen aber auch dafür sorgte dass sich ihre beginnende Weiblichkeit deutlich zwischen den Beinen abzeichnete.


    Auch ihre Bewegungen waren ungewöhnlich.
    Während sich Monis Klassenkameradinnen fast durchweg graziös und elegant bewegen konnten, wirkte sie selbst eher kindlich und tapsig. Obwohl sie keinen deutlich schlechter entwickelten Körperbau als die anderen aufwies, konnte sie wohl nicht so recht mit der Länge ihrer Extremitäten umgehen. Alles wirkte irgendwie falsch gesteuert, wie bei jungen Hunden.


    Die Schläppchen allerdings waren wieder ein Hingucker.
    Ähnlich wie bei den Ballerinas, schien sie auch in Sachen Gymnastikschuhe nur zwei Paare zu besitzen. Je ein Paar schwarze und weiße Lederschläppchen. Und auch diese erschienen ebenfalls älter und mittlerweile zu klein.
    Im Gegensatz zu den Ballerinas waren ihre Gymnastikschläppchen jedoch noch viel deutlicher gedehnt. Es wirkte fast als hätte man 38´er Füße so lange in 37´er Schläppchen gezwängt, bis diese sich um eine ganze Nummer weiteten. Auf diese Art wurden aus profanen ledernen Gymnastikschuhen richtige Ballettschläppchen mit kleiner Sohle.
    Vor allem bei den schwarzen Schläppchen fielen die spürbaren Zehenabdrücke durch Lichtreflexe auf. Doch bei Fußbewegungen schmiegten sie sich immer ohne jegliche Veränderung an die jeweilige Fußform an. Sie wirkten fast wie eine zweite Haut.



    Kapitel 4.


    Der Turnlehrerin entging natürlich nicht, dass ich des Öfteren interessiert zusah und so kam es dass sie mich bat, doch bei verschiedenen Geräteturnübungen zusätzliche Hilfestellung zu geben.
    Obwohl ich mich zurückhaltend und eher schüchtern verhielt, kam es mir natürlich entgegen, unter dem Vorwand von Hilfestellung, den einen oder anderen Mädchenkörper in seiner Lycraumhüllung zu berühren. Zum Glück waren meine Jeans damals noch neu und sehr eng, sonst hätte sich wohl die eine oder andere peinliche Situation ergeben.


    Ich wurde für die Station „Schwebebalken“ eingeteilt und half beim auf- und absteigen, wie auch beim balancieren.
    Dieses Gerät war höhenverstellbar und erreichte auf Maximalposition ungefähr meine Schulterhöhe. Auf diese Weise konnte ich den herrlichen Mädchenfüßen sehr nahe sein, sozusagen Auge in Auge mit den Gymnastikschläppchen.
    Zuvor mussten die Mädels ihre Geschicklichkeit trainieren, indem sie über ein am Boden liegendes, etwa handgelenkdickes Kletterseil balancierten. Die angespannten Körper, deren Muskelspiel sich auf dem seidigen Lycra abbildete, waren toll anzusehen. Dieses feine Material zog mich immer mehr in seinen Bann und ich konnte es kaum erwarten es später beim Helfen anzufassen.


    Als Monika aufs Seil stieg verwunderte es, dass sie trotz ihrer sonstigen Tapsigkeit deutlich geschickter als alle anderen darüber tänzelte. Bei den drei Durchgängen die sie absolvierte, erkannte ich wie kraftvoll sie das Seil bei jedem Schritt mit den Füßen geradezu umschlang. Die Sohlen ihrer Schläppchen machten jede Bewegung wie eine zweite Fußsohle mit und gaben ihr perfekten Halt auf dem Seil.
    Auf dem Schwebebalken turnte sie danach durchaus so gut wie die Besten ihrer Mitschülerinnen. Hier konnte ich deutlich beobachten, dass ihre Gymnastikschuhe, ganz im Gegensatz zum Anschein, ihre Füße nicht schmerzhaft einzwängten, sondern nur wie angegossen saßen. Schuhe und Füße waren eins und somit balancierte sie geschickter als Barfuß. Die Steghose die sie trug, sah auf diese kurze Entfernung richtig gut aus und brachte ihre Wadenmuskulatur beim Strecken der Füße besonders gut zur Geltung. Ihr zwar geringer, aber nichts desto trotz seidiger Glanz ließ das Mädchen viel erwachsener wirken.


    Ich muss gestehen, dass mich diese Situation gehörig anmachte.


    Durch diese Erfahrung erschien Monika in einem anderen Licht für mich. Sie war zwar nach wie vor eine Vogelscheuche, doch ihre gymnastischen Darbietungen wirkten unerwartet stimulierend auf mich, also im Hinblick auf meine Männlichkeit.
    Von diesem Moment an dachte ich immer öfter an Monis Leib in körperbetonter Gymnastikbekleidung, ihre Füße und ihre Schläppchen.
    Vor allem bei der Lieblingsbeschäftigung pubertierender Jungs, der Masturbation. Immer wieder phantasierte ich dabei wie ich ihre Gymnastikschuhe berühren und meine Lippen über das hügelige Vorderblatt gleiten würden. Wie meine Hände ihre fest in den Stegleggings eingespannten Muskeln befühlen, oder wie sich ihr schlanker Torso in diesem schimmernden Turntrikot anfühlt.
    Diese Vorstellungen, in Opposition zu ihrer ansonsten absolut unattraktiven Erscheinung bescherten mir mehr als einmal feuchte Träume.


    So befriedigend das alles auch auf mich wirkte, so sehr begann ich mich für diese „Abartigkeiten“ zu schämen. Irgendwann verdrängte ich diese „perversen“ Gedanken und wand mich anderen, „normaleren“ amourösen Beschäftigungen zu.


    Das alles liegt jetzt schon so lange zurück. Trotzdem blieb meine Neigung latent.
    In der Zwischenzeit hatte ich in mehreren Beziehungen versucht etwas von meinem Fetisch auszuleben. Manchmal durchaus mit Erfolg, oft aber stieß meine Neigung auf Ablehnung. So hatte ich zwar viele, aber gleichzeitig auch kurze und oberflächliche Liebschaften.
    Ich bin möglicherweise nur dann Bindungstauglich wenn auch meine besonderen Vorlieben befriedigt werden. Wohl auch ein Grund dafür, noch unverheiratet zu sein.


    Erneut greife ich mir die Einladung.
    Würde mich ja schon interessieren, wie Monika L. jetzt aussieht. Ob sie immer noch Lycrabodies, Leggings und enge Ballerinas trägt?
    Quatsch! Blöder Gedanke. Sie ist bestimmt nicht derartig veranlagt.
    Diese Kleidung hatte sie vermutlich nur zufällig und aus rein praktischen Gesichtspunkten gewählt. Ganz bestimmt war ihr damals gar nicht bewusst, dass jemand davon erregt werden könnte.
    Wenn ich sie anspräche, würde ich mich sicherlich zum absoluten Narren vor ihr machen.
    Trotzdem lässt mich der Gedanke an sie nicht los. Eine längst verloren geglaubte Erinnerung hat mich plötzlich wahnsinnig aufgewühlt.


    Sei´s drum, denke ich mir, wähle die auf der Einladung angegebene Telefonnummer und melde mich zur Teilnahme an.



    Kapitel 5.


    Freitagabend, 21.30 Uhr.
    Mist! Schon so Spät.
    Auf dem Weg zu dem Lokal, in welchem das Klassentreffen stattfindet muss ich mich wiederholt einer etwas gesitteteren Fahrweise ermahnen.
    Hatte ganz vergessen wie sehr sich Kundengespräche in die Länge ziehen können.
    Das späte Eintreffen ist mir nicht ganz unrecht, muss ich doch auf diese Weise nicht so viel Rede und Antwort stehen.
    Aber eigentlich geht es mir ja hauptsächlich um das Wiedersehen mit Monika. Die anderen interessieren mich nicht im Geringsten. Obwohl ich vermute, mich bei Moni in ein Wunschdenken ohne Wirklichkeitsbezug reinzusteigern, möchte ich sie auf keinen Fall verpassen.



    Ankunft.
    Der Raum ist ziemlich gut gefüllt.
    Klar, sind ja auch zwei Klassen zuzüglich Ehepartner und sogar einiger Kinder.
    Als ich sehe, wie meine ehemaligen Mitschüler bereits wie früher in ihren angestammten Grüppchen zusammensitzen, keimt der Gedanke in mir auf, hier her zu kommen sei wohl doch eine Fehlentscheidung gewesen.
    Der Wunsch diese Lokalität schleunigst wieder zu verlassen wird immer stärker.


    „Hallo Frank“, höre ich hinter mir. „Wir dachten schon, du würdest nicht mehr auftauchen.“


    Es ist die, bereits leicht angesäuselte Stimme von Andreas, einem meiner wenigen engeren Freunde.


    „Ich bin leider aufgehalten worden“, antworte ich während wir uns die Hände schütteln.


    „Komm doch zu uns rüber“, bietet Andreas an und deutet auf den hinteren Teil des Raumes „Die alte Gang ist wieder zusammen.“


    „Danke, aber ich will mir erst mal den Weg durch die Massen zur Theke bahnen. Du weißt ja, wie man da aufgehalten wird.“


    „Natürlich“, sagt er bereits im Gehen „Bis später dann.“


    Der Weg durch die Menge wird fast zum Spießrutenlauf aus begrüßen, Händeschütteln und bedeutungslosem Smalltalk.
    Trotzdem ist es interessant wie sehr sich manche veränderten, während andere immer noch so aussehen wie beim Abschluss.
    Es erfüllt mich fast mit Genugtuung, dass gerade bei jenen „Schönheiten“ die ihre Nase immer am höchsten trugen und von einer Modelkarriere träumten, die Natur die deutlichsten Spuren hinterließ. Eheleben und Kindersegen verhalten sich oft kontraproduktiv zum Schönheitsideal. Aufschlussreich beim Gespräch festzustellen, wie sehr ein paar Falten um die Augen oder einige Kilos auf den Hüften die ursprüngliche Einstellung ins Gegenteil verkehren.


    Nach einem kurzen Schwätzchen mit Vera, die bereits zum zweiten Mal geschieden ist, frage ich: „Hat eigentlich jemand Moni gesehen?“


    „Keine Ahnung“, kommt zurück, „Vor ´ner halben Stunde hab ich sie an der Bar getroffen, vielleicht ist sie noch dort“.


    Um nicht noch mehr Zeit mit Nebensächlichkeiten zu verplempern, lenke ich meine Schritte zielgerichtet zum Ausschank.
    An der Bar halten sich hauptsächlich Schüler der Nachbarklasse auf. Da sollte sie doch leicht zu finden sein.
    Mein Blick sucht unruhig. Hoffentlich hab ich sie nicht verpasst. Da erspähe ich am Ende der Theke eine elegant gekleidete junge Frau, die sich alleine mit ihrem Cocktail zu unterhalten scheint. Von hier aus kann ich sie nicht richtig erkennen, aber sie ist zumindest die einzige Vertreterin weiblichen Geschlechts hier.
    Als ich sie schließlich erreiche, trinkt sie gerade aus, erhebt sich vom Hocker und greift nach ihrer Handtasche.


    „Hallo Monika, du willst doch nicht etwa schon gehen, oder?“

    Sie zuckt zusammen weil ich plötzlich vor ihr stehe. Sie war in Gedanken und hat mich nicht kommen sehen.


    „Oh, Hallo Frank“, sagt sie mit kräftigem Ausatmen. „Eigentlich wollte ich gerade ein Taxi bestellen.“


    Erst jetzt kann ich mir ihre Erscheinung genauer betrachten. Es ist zwar unverkennbar Moni, aber von ihrem früheren Habitus ist nichts mehr übrig.
    Ich mustere sie von Kopf bis Fuß.
    Eine sehr elegante Frisur über einem reizenden Gesicht. Sehr natürliches Äußeres, das nicht auf Schminke oder Schmuck angewiesen ist.
    Keine Zahnspange mehr. Die Fledermausbrille gegen ein zeitgemäßeres Modell getauscht, hinter dem mich klare Augen anblicken. Eine wundervolle Figur, schlank und trotzdem fraulich, die durch das lange bordeauxrote Samtkleid vorteilhaft betont wird. Die hohen Schlitze des Abendkleids, die mit dunklen, purpurnen Lederapplikationen eingefasst sind, lassen einen kurzen Blick auf tiefschwarze Strumpfhosen zu.
    In froher Erwartung gleiten meine Augen tiefer. Die schwarz bestrumpften Füße stecken in…..in….. Oh, welche Enttäuschung. Nicht in Ballerinas, sondern in hochhackigen Pumps.
    Nun gut, ausgelatschte Ballerinas wären auch weder dem Anlass, noch dem Rest der Kleidung gerecht geworden. Und bei näherem Hinsehen wirken die Pumps in dem dunklen Aubergine-Ton doch auch sehr sexy.


    Ich muss erst mal Luft holen.


    „Du siehst ... umwerfend aus“, hauche ich fast stimmlos und räuspere mich. „Schau sich einer an, was aus dir geworden ist. Bitte verzeih mir den Vergleich, aber aus dem hässlichen Entlein wurde augenscheinlich ein wunderschöner Schwan.“


    Monika lächelt etwas verlegen, scheint aber zu spüren, dass dieses Kompliment aufrichtig gemeint ist.


    „Bitte bleib noch etwas“, fordere ich sie auf, während ich beim Barkeeper noch zwei Cuba Libre ordere.


    „Jetzt bin ich wohl keine Vogelscheuche mehr“, meint sie anklagend als wir uns nebeneinander auf die Hocker setzen.
    Das bringt nun wiederum mich etwas in Verlegenheit.


    „Ich weiß schon“, fährt sie fort, „wie ihr früher hinter meinem Rücken getuschelt habt.“


    Etwas verschämt gebe ich zu: „Ja, du hast recht. Du wurdest früher ziemlich unfair behandelt und es tut mir leid für die abfällige Titulierung.“


    „Schon gut“, beschwichtigt Monika und nippt an ihrem Drink, „Ich war ja auch nicht ganz unschuldig daran. Mein Äußeres war mir halt unwichtig. Außerdem hast du dir von allen in der Klasse am wenigsten vorzuwerfen. Schließlich hast du mich nie direkt gehänselt oder beleidigt. Von allen Jungs erschienst du mir immer als der reifste. Hat dich jedoch oft zum Einzelgänger gemacht, oder?“


    „Das ist dir aufgefallen?“, frage ich und setze hinzu: „Ich dachte du lebtest nur abgeschottet in deiner eigenen Welt.“


    „Ganz im Gegenteil. Ich hatte mich nur nie getraut am Leben der anderen teilzunehmen“. Sie wendet sich um. „Und wenn ich so in den Saal blicke, habe ich das Gefühl, dass dieser Nonkonformismus nicht die schlechteste Idee war.“


    Ich gebe ihr insgeheim Recht. Auch ich bin dagegen, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten, nur weil andere es so erwarten.


    „In diesem Sinne“, sage ich und erhebe mein Glas, „Auf die Außenseiter!“


    Unsere Unterhaltung verläuft freier und ungezwungener als ich es zu hoffen wagte. Eine weitere Bestätigung dafür, dass ich ein sehr einseitiges Bild von Monika hatte. Ich erfahre einiges über ihr bisheriges Leben. Ihren Job bei einem renommierten Dental-Labor, ihre Eigentumswohnung, ihre Freuden und Ängste.
    Ich gewinne den Eindruck, der Alkohol habe sie möglicherweise redselig gemacht. Dass ihr Freund sie erst vor einem halben Jahr verlassen hat, nachdem sie eine langjährige offene Beziehung führten ist ja nicht unbedingt das, was man schon nach zehn Minuten einem ehemaligen Mitschüler anvertraut. Ich fühle mich etwas schuldig, ihr so viele Geheimnisse zu entlocken.
    Vielleicht ist es aber gerade ihre Offenheit, die mich dazu verleitet einige meiner Gedanken über sie preiszugeben.


    „Weißt du“, beginne ich, „du wirst es nicht glauben, aber in der Schule habe ich so etwas wie… für dich geschwärmt.“


    Ihr Blick ist eine Mischung aus Überraschung, Unglaube und Neugierde.


    „Ich weiß nicht so recht, wie ich das jetzt sagen soll“, ergänze ich, „Es könnte dich vielleicht abschrecken. Meine Zuneigung zu dir war anders als man es sich vorstellt. Ich hätte mich nie getraut dich darauf anzusprechen und hab auch mit niemandem je darüber geredet. Erst als ich die Einladung zum Klassentreffen erhielt, erinnerte ich mich wieder, dass ich in dich, na ja… man könnte sagen, verknallt war. Auf eine verdrehte Art und Weise jedenfalls.“


    Etwas verwirrt meint sie: „Ich kann dir zwar nicht so recht folgen, habe aber zumindest eine ungefähre Ahnung, was du mir sagen willst. Ich will versuchen, es dir etwas einfacher zu machen. Einmal jedenfalls hatte auch ich das Gefühl, dass du dich zu mir hingezogen fühlst. Erinnerst du dich noch an die Abschlussfahrt? An das Schullandheim?“


    Vage dämmert mir eine Erinnerung, doch ich lasse sie weitererzählen.


    „Als wir alle beschlossen unerlaubt auf diese Dorfkirmes abzuhauen und die anderen bis auf uns beide und vier andere Mädels aus Angst mit dem letzten Bus zurückfuhren? Dämmert´s?“


    „Du meinst als jemand im stark angetrunkenen Zustand die segensreiche Idee hatte eine Abkürzung Querfeldein zu nehmen“, frage ich gespielt verschüchtert.


    „Vor allem“, sagt Moni, „Dass dieser jemand dran Schuld war, dass wir mit unseren schmutzigen Kleidern und staubigen Schuhen nie unbemerkt über den Teppich des Herbergsvaters gekommen wären…..“


    „….hätte sich dieser jemand nicht um eine perfekte Schuhreinigung bemüht, morgens um halb vier“, führe ich den Satz zu Ende.


    „Ich weiß noch“, kichert sie, „Wie du erst den Staub von unseren Kleidern geklopft und dann die Schuhe mit deinem Taschentuch gereinigt hast. Und auch noch, wie die anderen bereits hineingegangen waren und ich befürchtete mich selbst abstauben zu müssen, weil dein Taschentuch bereits total verdreckt war.“


    Deutlich nachdenklicher fährt sie fort: „Doch dann zogst du dein T-Shirt aus und mühtest dich ab meine Ballerinas sauber zu bekommen. Das kam mir zwar übertrieben vor und war mir eigentlich peinlich, aber dabei schien etwas Besonderes zwischen uns vorzugehen. Ich war nur viel zu schüchtern dich direkt deswegen anzusprechen.“


    „Wenn damals Sven nicht so laut von oben gepfiffen hätte, wäre ich wohl weiter gegangen und hätte dir vielleicht meine Gefühle offenbart“, gebe ich zu.


    Monika schaut mir plötzlich tief und ernst in die Augen. In ihrer Stimme schwingt einerseits Verständnis, andererseits auch ein unbestimmtes Verlangen.

    „Das könnten wir ja jetzt nachholen“, flüstert sie verführerisch.


    Dieses Tempo, noch dazu von ihr, macht mich unschlüssig. Werde Ich da gerade nach allen Regeln der Kunst angemacht? Jedenfalls scheint sie irgendwie zu wissen in welche Richtung mein Begehren geht. Vielleicht ist es Neugierde, oder aber sie ist tatsächlich Fetischinteressiert.
    Wie auch immer. Mir ist klar, dass sich diese Chance nicht noch mal bietet. Ich beschließe sie nutzen.


    „Du wolltest doch vorhin ein Taxi bestellen. Wie wär´s, wenn ich dich nach Hause bringe“, biete ich an.


    „Und der Alkohol?“, fragt sie mahnend.


    „Ich habe ja nur einen Cocktail getrunken. Ich bin noch fit“, antworte ich.


    Das weitere ergibt sich ziemlich schnell. Ich begleiche die Rechnung und wir verschwinden, ohne noch jemandem Bescheid zu geben.
    Ohne Verabschiedung.



    -----Weiter im folgenden Post-------

  • Danke Desi, für deinen wohlmeinenden Kommentar. (Ist gerade wenig los hier, wohl das Sommerloch).


    So, hier nun der zweite Teil.
    Viel Spaß dabei





    Kapitel 6.


    Monika schließt ihre Wohnungstür auf.


    „Geh´ schon mal rein“, sagt sie, „Am Ende des Flurs rechts ist das Wohnzimmer. Mach´s dir bequem. Ich muss noch die Haustür abschließen.“


    Während sie die Treppe zum Haupteingang zurückgeht, schlendere ich in die Wohnung. Beim Aufhängen meiner Jacke an der Garderobe, fällt mein Blick auf eine Kommode. Möglicherweise ein Schuhschrank, denn darunter lugt ein Paar Ballerinas hervor. Genau jene Ausführung, für die Moni bekannt ist und die ich zu gerne an ihren Füßen sähe.
    Zumindest ist das die richtige Richtung, denke ich mir, während ich meinen Weg fortsetze. Vorbei an einem geräumigen Küchen/Speisezimmer das einen sehr gemütlichen Eindruck macht und einigen verschlossenen Türen, bis hin zu einem, nicht minder angenehmen Wohnzimmer. Gedämpftes Licht empfängt mich. Stimmungsvoll.
    Ich höre, wie sie zurückkommt.


    „Ach Frank“, ruft sie aus der Küche, „falls du ein sanitäres Bedürfnis verspürst, die Tür gegenüber ist empfehlenswert.“
    Noch während ich über die Ausdrucksweise schmunzle, kommt sie mit zwei Cubas ins Wohnzimmer und setzt sich zu mir auf die Couch.


    „Puuhh!“, stöhnt sie, „Diese Schuhe bringen mich noch um!“


    Mit diesen Worten schleudert sie ihre High Heel Pumps unter den Tisch und greift zu ihrem Glas.
    Das ist jetzt das ideale Stichwort für mich. Wenn’s jetzt klappt, habe ich gewonnen. Wenn nicht, weiß ich wenigstens genau woran ich bin.
    Carpe Diem!


    „Dass ihr Mädels euch auch immer viel zu enge und unbequeme Schuhe kaufen müsst, nur um gut auszusehen“, sage ich gespielt vorwurfsvoll.


    „Zu eng wäre kein Problem, aber ich bin die Absätze nicht gewöhnt. Ich trage sonst nur flache Schuhe. Meine Füße sind ganz verkrampft“, gibt sie zurück.


    „Ich könnte dir eine Massage anbieten, wenn du möchtest?“


    Kaum habe ich ausgesprochen, heben sich auch schon zwei seidig schwarz bestrumpfte Beine auf die Couch und zwei wunderschön anzuschauende Füße landen auf meinem linken Oberschenkel. Ein durchaus spürbarer, aber sehr angenehmer Duft von warmem, neuem Leder weht mir entgegen.
    Mit je einer Hand an jedem Fuß, die Daumen an der Sohle, die restlichen Finger auf den Oberseiten, gleite ich von den Fersen bis zu den Zehen entlang ihrer Füße. Durch die Wärme mutet das Nylonmaterial noch glatter an, als es bereits ist. Ich muss mich sehr zusammennehmen, damit kein Malheur passiert.


    Monika legt ihren Kopf nach hinten auf die Lehne und ich beginne die Ballen in dem Bereich wo die Zehen ansetzen, in kreisenden Bewegungen ohne viel Druck zu massieren. Diese Behandlung entlockt ihr wohliges Stöhnen. Die schlanken, kraftvollen Füße fühlen sich auf einmal sehr zart und weich an. Das macht mich vollkommen Verrückt.
    ´Zurückhaltung! ´, ermahne ich mich, ´lass es langsam angehen. Konzentriere dich auf dein Geschick und sie wird zu Wachs in deinen Händen´.
    Ich greife den rechten Fuß an der Fessel. Mit der anderen Hand umfasse ich den Vorfuß und bewege ihn mehrfach von leichter Überdehnung bis zu starker Krümmung. Wobei ich in der gebogenen „En Pointe-Position“ die Außenflanken des Füßchens ebenfalls nach unten drücke um das Fußgewölbe zu entspannen.


    Monika schnurrt wie ein Kätzchen: „Das tut gut. Wo hast du das bloß gelernt?“


    „Bei solch hübschen Hufen muss man das nicht extra lernen“, witzele ich als ich ihrem linken Fuß die gleiche Behandlung zukommen lasse, „Das kommt ganz von alleine.“


    Jetzt drücke ich die nebeneinanderliegenden Füße leicht aneinander und reibe sie ganz vorsichtig hin und her. Die zirpenden Geräusche der Strumpfhosen mischen sich mit Monis gurrenden Wohllauten. Zum Abschluss noch die Faust mit deutlichem Druck entlang der Fußsohlen rollen.


    Dies entlockt ihr ein: „Was immer du gerade machst, hör um Himmels Willen nicht damit auf!“


    Mission erfolgreich!


    Während ich unablässig ihre seidigen Fußsohlen streichle, gehe ich zum nächsten Schritt über.


    „Vorhin hatte bereits versucht, dir meine Motive für meine Zuneigung dir gegenüber zu erklären. Leider hab ich mich da auch wieder geniert. Ich glaube aber, dass du mittlerweile schon verstanden hast um was es mir geht.“

    Sie zwinkert mir auffordernd zu. Ihre Augen geben mir zu verstehen ihr alles offenbaren zu können. Jetzt muss es raus!


    „Während der Schule“, beginne ich und fühle eine Hitzewallung in mir aufsteigen, „hat mich etwas speziell an dir immer wieder fasziniert. Es mag dir seltsam vorkommen, aber zum einen war es deine glatte Turnkleidung, die du immer unter Röcken und Blusen verstecktest, andererseits waren es genau diese Füße, die ich gerade streicheln darf."


    Mein Gesicht nimmt so langsam die Farbe einer reifen Tomate an, aber jetzt kann ich nicht mehr zurück.


    "Ich habe sie immer heimlich beobachtet und auch die glänzenden Ballerinas die du immer trugst. In ungewöhnlichen Phantasien träumte ich davon, wie sich deine Lycrabeine und weich belederten Füße wohl anfühlen mögen. Ich war stets fasziniert von deinen zu eng erscheinenden Ballerinas und wollte damals schon so gerne erfahren, ob dies eine besondere Bedeutung für dich hat.
    Mich hat der Anblick immer sehr erregt und ich hätte sie gerne berührt. Habe mich aber nie getraut weil ich Angst hatte mich mit so etwas „abartigem“ vor dir zu blamieren.“


    Endlich ist es raus. Ich erwarte insgeheim Gelächter und Unverständnis. Aber genau das Gegenteil ist der Fall.
    „Dann hat mich meine Ahnung wohl doch nicht getrogen“. antwortet sie, „Komischerweise dachte auch ich, ich sei „pervers“ und obwohl ich deine Blicke bemerkte, war auch ich viel zu schüchtern dich darauf anzusprechen."


    Diese Aussage lässt mein Glühen wieder auf Normaltemperatur zurückgehen.

    "Ich liebe einfach enge, flache Schuhe. Sie erregen mich. Und zwar so sehr, dass ich mir kein Leben ohne sie vorstellen mag. Der Beginn dieser Leidenschaft ergab sich aus rein wirtschaftlichen Erwägungen. Machst du bitte weiter?" fordert sie nach mehr Massage.


    "Wir waren fünf Kinder zu Hause und unsere Eltern mussten mit jeder Mark rechnen. Als jüngste in der Familie musste ich immer die Kleidung und auch die Schuhe meiner älteren Schwester auftragen. Irgendwann wurden die Ballerinas selbst mir zu klein, aber gleichzeitig fühlten sie sich immer besser an. Fast wie eine zweite Haut. Als ich älter wurde und mir selbst Schuhe kaufen konnte, wählte ich mit Absicht hochwertige, aber geringfügig zu kleine Ballerinas aus. Es war zwar manchmal ein wenig schmerzhaft bis sie eingetragen waren, danach fühlte es sich aber fast wie Barfuß an. Der Fuß- und Schuhfetischismus nimmt eine zentrale Position in meiner Welt ein. Es gibt zwar relativ viele Männer, die solchen Neigungen zugänglich sind, aber kaum welche, die so was als Hauptbestandteil einer Beziehung leben mögen."


    "Und die Gymnastiksachen?", will ich wissen.


    "Das geht so etwa in die gleiche Richtung. Auch Turnkleidung gab´s für mich nicht Neu und passend. Einmal, da war ich noch sehr jung und konnte das noch gar nicht so verstehen, hat mir ein besonders eng anliegender Turnanzug ein ... wie soll ich sagen ... "spezielles" Erlebnis beschert."


    Mit einem Nicken gebe ich ihr zu verstehen, dass sie nicht deutlicher werden muss.


    "Darüber hinaus waren die Lycrasachen ungemein praktisch und durch ihre Dehnbarkeit lange zu benutzen. Außerdem schmeichelte es meinem unterentwickelten Körper und wenn ich mich einsam fühlte, waren meine Berührungen darin immer tröstlich."


    Ich will ihr entgegen rufen `Für diese Berührungen hast du jetzt mich`, aber abgesehen davon, dass es gerade unpassend ist, will ich sie auch nicht unterbrechen.


    "Immer habe ich von einer Freundschaft geträumt die Platz für solche Neigungen hat“, fährt sie fort und fügt mit gesenktem Blick hinzu: „Insgeheim hatte ich gehofft, du wärst jemand, der Verständnis für so etwas hat.“


    Meine Augen werden fast feucht. Ich halte mir die schwarz bestrumpften Fußsohlen vors Gesicht und küsse sie ganz zärtlich, atme den Duft von Nylon und Leder ein. Dann dreht sich Moni zu mir, fällt mir in die Arme und krallt sich wie eine Ertrinkende an mir fest.


    „Warum waren wir bloß so feige?“, schluchzt sie, „Wieso brauchten wir so viel Zeit um Mut zu fassen?“


    Auch ich werde Opfer meiner Gefühle und benötige eine ganze Weile um mich wieder einigermaßen zu fassen. Nie hätte ich mir das träumen lassen.


    „Was waren wir für Idioten. Ab jetzt reden wir geradeheraus über unser Verlangen. Nichts wird aus falsch verstandenem Schamgefühl unterdrückt. Keiner braucht sich wegen irgendwas zu schämen.“



    Kapitel 7.


    Puuhh! Das is´n Ding. Das alles hätten wir also schon viel früher haben können.
    So eine Verschwendung!
    Auf einmal kommt es mir vor, als wären wir schon ewig befreundet. Der ganze Umgang miteinander ist plötzlich ganz einfach.


    „Hast du noch weitere Vorlieben, was die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen anbelangt?“, will Monika wissen.


    „Eigentlich wollte ich erst mal hören was du so bevorzugst. Aber da du zuerst danach fragst, will ich frei heraus antworten. Kommen wir noch einmal zurück auf deine Kleidung beim Schulsport. Dein Gymnastikanzug saß ebenso passgenau wie die Schläppchen. Und nachdem du mir vorhin das alles erzählt hast, denke ich dass bei dir eine entsprechende Fetischneigung dahintersteckt, oder?“


    Moni lächelt und ich weiß, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege.


    „Jedenfalls", fahre ich fort, „wäre es mir nicht unrecht, dich in solchen Lycrasachen zu sehen. Die Trikots von damals machten zwar optisch nicht viel her, außer der Tatsache, dass sie dir auf den Leib geschneidert und danach eingelaufen schienen. Ich vermute, du bist immer noch an solcher Kleidung interessiert?“


    „Nun“, sagt sie beim aufstehen, „Ich glaube dem Manne kann geholfen werden“, dreht sich um und schreitet auf Strümpfen in den Raum schräg gegenüber. Im kurzen aufblitzen der Deckenlampe kann ich gerade noch wahrnehmen wie ihr Samtkleid fällt, bevor sie die Tür schließt.


    Nachdem ich noch mal an meinem Drink genippt habe erhebe ich mich vom Sofa und wandere etwas durch den Raum. Sehr geschmackvoll eingerichtet, nicht zu überfüllt. Warme, mediterrane Farben dominieren. Das und die überall zu findenden Kerzen machen eine anheimelnde Stimmung.
    Gerade als ich vor einem impressionistischen Gemälde stehe, entdecke ich in der Reflektion dessen Glasscheibe etwas, das mein Augenmerk auf sich zieht.
    An der Wand in der Nische vom Wohnzimmerschrank hängt etwas, das mir anscheinend vorher entgangen war. Ein Paar Ballettspitzenschuhe aus rosa Satin, ziemlich zerschlissen, an einem Nagel. Mir war nicht bewusst, dass Monika einmal Ballettstunden genommen hat. Im Geiste sehe ich sie in den Spitzenschuhen durch die Wohnung trippeln.


    „Wenn du noch einen Drink möchtest, melde dich bitte.“


    Die Stimme aus dem Flur reißt mich aus meinen Träumen. Ich wende mich wieder der Sitzgelegenheit zu und rufe hinaus: „Ich wusste gar nicht, dass du Ballett tanzt.“


    „Wegen der Spitzenschuhe?“, kommt als Antwort zurück, „nein, das hat eine andere Bedeutung. Ich erkläre dir das später.“


    Mit diesen Worten erscheint sie im Türrahmen.



    Ausfall sämtlicher Systeme, Mund steht offen.
    Beinahe fällt mein Glas zu Boden.


    Moni posiert verführerisch an der Tür. Ihre langen Haare zu einem Pferdeschwanz zurückgenommen, sieht sie fast wie ein Schulmädchen aus. Nur hätte sie in diesem Outfit, damals alle ihre Kameradinnen überstrahlt.


    Ein Ganzanzug aus Lycra mit Stehkragen, langen Armen und Stegschlaufen an den Füßen, Metallicblau, formt ihren Körper wie den einer Leistungsturnerin. Durch die glänzende Oberfläche wird jede Muskelpartie betont. Alles schmiegt sich fast faltenfrei an ihren Leib. Als einziges Accessoire trägt sie über dem Dress einen weißen Lycraslip. An ihren Füßen sehe ich weiße Gymnastikschläppchen aus Leder. Die schwarze Strumpfhose hat sie noch immer drunter.
    Als ich an sie herantrete traue ich mich erst nicht sie zu berühren, so überwältigt bin ich von diesem Anblick. Dann lege ich zaghaft die Hände an ihre Hüfte, streiche über das glatte Material um ihren Körper herum und drücke sie dann sanft, aber bestimmt an mich. Meine Lippen berühren ihre Lycraschulter und ich küsse sie. Ihr Haar duftet berauschend. Ich streichle ihren glänzenden Rücken – Ein Wahnsinnsgefühl!


    Nachdem wir eine ganze Weile still geschmust haben, lasse ich von ihr ab, halte sie an den Händen und schaue an ihr herunter. Die glatten, ebenmäßigen Beine und die total süß zusammenstehenden Füße in den, wie angegossen sitzenden Schläppchen sehen verboten gut aus.


    „Na, gefallen dir meine Lieblingsschläppchen?“, fragt Moni.


    „Nicht nur die“, antworte ich atemlos.


    Ich lenke sie behutsam zur Couch und nachdem sie sich gesetzt hat, lege ich mir ihre Füße in den Schoß. Endlich kann ich die Gymnastikschläppchen von nahem bewundern. Ich fühle das weiche Leder in dem sich jeder einzelne Zeh deutlich abzeichnet und streichle über diese zweite Haut.


    „Wie schaffst du das nur, dass deine Schläppchen so perfekt sitzen“, frage ich.


    Unterdessen berühren meine Lippen ganz leicht das Obermaterial.


    „Nun“, beginnt Monika, „Mit den Gymnastikschuhen ist das so ähnlich wie mit den Ballerinas. Als Hausschuhe trage ich ausschließlich Schläppchen, wenn möglich auch nachts. Immer wenn ich mir ein neues Paar zulege, muss ich sie erst einmal eintragen. Es sind fast ausnahmslos Modelle aus Leder oder Kunstleder. Nur die können sich entsprechend weiten. Je nach Qualität und Passform, wähle ich sie eine - manchmal sogar anderthalb Nummern kleiner. Zu Anfang ist es manchmal eine richtige Qual die Dinger länger als eine halbe Stunde anzubehalten. Meistens beginne ich damit, sie als Bettschuhe zu tragen, da dies kaum weh tut. Durch die Wärme und natürlich auch die entstehende Feuchtigkeit, gepaart mit dem starken Druck der Füße beginnt sich das Material zuerst auszudehnen, danach umzuformen. Manchmal dauert es zehn, zwölf Tage bis dieser Prozess vorbei ist. Dann aber, liegen die Schläppchen so perfekt und vor allem bequem an, dass ich sie kaum mehr ausziehen möchte.“


    „Und das funktioniert nur bei Leder?“, frage ich.


    „Es geht auch bei Satin- oder Leinenschuhen, aber nur zum Teil und es dauert auch ungleich länger.“, erklärt sie. „Kunstleder ist gummiartig und nachgiebiger, dafür bleibt aber die Ausformung nicht dauerhaft bestehen. Am besten sind immer noch hochwertige Lederschläppchen. Vor allem die Nähte kriegen dabei eine Mords Belastung ab. Aber nur so dehnt sich das Obermaterial über die Sohle hinaus und es kommt zu dem tollen Ballettschuhlook.“


    „Warum nimmst du dann nicht gleich Ballettschläppchen?“, stelle ich die berechtigte Frage.


    „Zum Teil weil die nie so sehr glänzen und somit die einzelnen Zehen betonen. Hauptsächlich aber, weil das Anpassen an die Füße eine total anregende Phase für mich ist.“


    Etwas Neugierig bohre ich nach: „Bedeutet das etwa, dass du ein wenig auf Schmerz stehst?“


    „Nicht unbedingt“, druckst Moni ausweichend rum, „Es ist nur, …. ja… in diesem Fall macht es mich schon an. Ich denke, das ist so ähnlich wie bei Tattoos.“


    Ein interessanter Vergleich, aber ich denke ich verstehe was sie meint.


    „Also ich“, erkläre ich, „finde Ballett- Trainingsschläppchen unheimlich gut, vor allem die mit geteilter Sohle. Die passen sich auch sehr gut der Fußform an. Hast du solche schon mal probiert?“


    „Natürlich“, kommt wie selbstverständlich zurück, „Es ist ja nicht so, dass ich nur Gymschuhe trage. Ich habe sogar jede Menge Ballettschläppchen, aber die sind mir für den Alltagsgebrauch fast zu schade. Deshalb sind das meine Bettschuhe, wenn ich nicht gerade ein neues Paar Gymnastikschläppchen eintrage.“


    „Wow“, entfährt es mir gedankenverloren, „Wie du das so erzählst, macht mich das tierisch heiß.“


    „Und mich macht’s tierisch heiß wie du meine Schläppchen durchknetest. meine Füße fühlen sich schon wie Wachs an. So langsam müssen wir uns mal etwas runter kühlen.“


    „Wieso?“, frage ich und atme den betörenden warmen Lederduft ein.


    „Weil wir sonst explodieren ohne es richtig auskosten zu können“, antwortet sie ernst und entzieht mir ihre Füße.


    „Ooch Mensch!“, jammere ich, wohlwissend dass sie auch diesmal Recht hat.
    Monika zündet ein Paar weitere Kerzen an.

    Im Versuch mich abzulenken frage ich: „Wolltest Du mir nicht die Sache mit den Spitzenschuhen erzählen?“


    „Die waren ein Geschenk von Marco, meinem Ex-Freund“, beginnt sie und klingt plötzlich ziemlich ernst, fast etwas traurig.


    Mit dem Blick in die Kerzenflamen gerichtet, schmiegt sich ihr Lycra umspannter Körper an den meinen. Mit sanftem streicheln über das glatte Material fordere ich sie auf weiter zu erzählen.


    „Wir waren über zwei Jahre zusammen. Im Laufe unserer Beziehung habe ich nacheinander immer mehr von meinem, anfangs unterdrückten, Spleen preisgegeben. Schritt für Schritt. In homöopathischen Dosen, sozusagen.
    Er hat mir sehr viel bedeutet, deshalb hatte ich meine Neigung zurückgestellt. Mit der Zeit zog ich dann zu Hause immer Gymschläppchen an und er verstand es auch, dass ich mich so am wohlsten fühlte. Das war auch die Zeit, als er diese Spitzenschuhe bei der elektronischen Bucht ersteigerte. Als Wandschmuck.
    Das fand ich richtig süß von ihm. Überhaupt war er ein Klassetyp, nicht nur vom Aussehen her. Allerdings hatte er Probleme damit, meine besonderen Vorlieben ganz zu akzeptieren. Er konnte nicht verstehen, dass ich den Fetisch als festen Bestandteil in unser Liebesleben einbeziehen wollte. Schon gar nicht als klar wurde, dass mir das fast wichtiger war als der reine Sex. Nicht dass er in irgendeiner Form nicht standhaft gewesen wäre, aber der reine geschlechtliche Austausch bietet mir keine Erfüllung. Letzten Endes war es halt doch oft nur Sportficken von der Stange.“
    Erschreckt setzt sie hinzu: „Entschuldige meine Wortwahl.“


    „Schon gut“, beschwichtige ich sie. „Dein Freund war also nicht für Lycra und Schläppchen zu begeistern?“


    „Nein. Obwohl er’s versucht hatte. Und das rechne ich ihm hoch an. Aber wenn man damit nichts anfangen kann, hat es keinen Wert sich zu verstellen.“


    Moni klingt wieder leise und traurig: „Letzten Endes war das auch der Grund für unsere Trennung.“


    Nach diesen letzten Worten ist es eine ganze Weile still im Raum. Von der Seite sehe ich ein feuchtes Glitzern in ihren Augen. Ich entscheide mich dafür still zu bleiben und sie nur festzuhalten. Es tut gut ihr Trost zu spenden und ihren Körper durch die feine Lycrahaut zu spüren.


    Einige Zeit später sagt sie: „Entschuldige, dass ich mit meiner Sentimentalität der Stimmung einen Dämpfer verpasst habe. Durch die Ballettschuhe ist ein wenig Trauer in mir aufgestiegen. Das passiert mir eigentlich nur noch selten.“


    Mein Blick bedeutet ihr, dass ich verstehe. Um den Abend wieder in fröhlichere Bahnen zu lenken, sage ich: „Kopf hoch! Ich jedenfalls habe vollstes Verständnis für deine Macken. Mehr noch – ich habe die gleichen.“


    Wir fangen beide an zu kichern.
    Das Tief ist überwunden.


    „Du hast erwähnt, er hätte versucht den Fetisch zu verstehen. Wie genau muss ich mir das vorstellen?“


    „Wir hatten einiges an Klamotten für ihn gekauft. Es war sogar sein Vorschlag den Fetisch auszuprobieren, aber trotzdem kam er mit der Sache zunehmend schlechter zurecht. Jetzt ist das ganze Zeug im Schlafzimmer verstaut. Ich konnte mich noch nicht dazu durchringen es wegzuwerfen.“


    Beim letzten Satz kommt mir eine Idee.


    „Ist dir eigentlich schon aufgefallen“, frage ich vorwurfsvoll, „Wie scharf du in deinen Gymnastiksachen ausschaust und wie langweilig ich dagegen im Businesslook wirke?“


    Zuerst scheint sie nicht zu verstehen, dann plötzlich kapiert sie. „Du meinst…“


    Ich nicke lächelnd.


    Monika packt meine Hand, reißt mich vom Sofa hoch und ruft: „Komm mit!“, während sie mich in ihr Schlafzimmer schleift.



    Kapitel 8.


    „Setz dich mal hier hin“, fordert sie und weist auf eine gepolsterte Sitzbank vor dem Doppelbett. Aus verschiedenen Türen des Schlafzimmerschranks kramt sie zwei größere Kartons hervor und stellt sie mir zu Füßen. Der Ausblick auf ihren gebückten Körper in dem metallisch schimmernden Ganzanzug ist umwerfend.

    Sie bemerkt wie meine Hose schon wieder zu eng zu werden droht und meint: „Damit du nicht total reizüberflutet wirst, geh´ ich mal nach nebenan und lass dich in Ruhe die Sachen durchsehen. Nimm was immer dich anmacht und dir passt. Ich lass mich dann überraschen.“


    Der größere der beiden Kartons ist angefüllt mit Trikots und Anzügen, die durcheinander liegen und deshalb nicht genau zu sehen sind. Im kleineren befinden sich jede Menge verschiedener Schläppchen.
    Als ich in die Klamottenkiste greife, elektrisiert mich die Berührung der Lycrasachen dermaßen, dass ich beschließe erst mal alles zu einer Sichtung aufs Bett zu kippen. Es sind diverse Leggings, Radlerhosen, ein Radlerbody und Steghosen. Alles in verschiedenen Uni-Farben, aber hauptsächlich aus regulär glänzendem Lycra.


    Drei Kleine Plastikpäckchen lenken meine Aufmerksamkeit auf sich. Es sind offensichtlich Strumpfhosen. Beim auspacken bemerke ich, dass es keine gewöhnlichen Nylons sind. Je eine hautfarbene und eine weiße sind aus einem sehr dichten, hochglänzenden Gewebe. Als ich die Hand in eine ´reinstecke, fühle ich einen starken Widerstand. Der Stoff presst sich äußerst fest an die Haut. Ein interessantes, enges Gefühl.
    Die dritte Strumpfhose ist schneeweiß aber matt. Sie lässt sich leichter über die Hand streifen. Am Fußteil angelangt, denke ich zuerst sie wäre zerrissen. Im Bereich der Sohle befindet sich ein großes Loch. Die Öffnung durchmisst etwa die Hälfte der Sohle, ist aber regelmäßig Oval und sauber eingefasst.
    Jetzt dämmert es mir erst. Es müssen Ballettstrumpfhosen sein, von denen ich beiläufig schon gehört hatte. Man kann sie wie Strumpfhosen tragen oder den Fußteil für einen Look wie bei Leggings hochrollen.


    Ganz zu unters liegen noch mehrere Lycratrikots. Beim Auspacken scheinen sie wie Mädchentrikots, weil sie wie Bodys gestaltet sind. Der Schnitt jedoch ist deutlich maskulin. Das müssen Anzüge für Kunstturner sein.


    Der Anblick dieser total erregenden Klamotten macht es schwer etwas auszuwählen. Allerdings möchte ich Monika nicht so lange warten lassen und beschließe einfach mal was anzuziehen.
    Flugs die Alltagssachen in die Ecke geworfen, stehe ich nackt vor der Wahl.
    Als erstes greife ich mir eine der Glanzstrumpfhosen. Das hautfarbene Gewebe gleitet trotz des festen Drucks, den sie auf den Körper ausübt, relativ leicht über die Beine. Meine Füße wirken wie mit einem glatten Wachs überzogen. Der Glanz ist so wahnsinnig hoch, dass etwas von mir gegen die Enge der Strumpfhose drängt. Schleunigst lege ich besagtes Teil nach oben, damit es wenigstens in einer Richtung Platz findet.


    Als nächstes greife ich mir einen der Bodys.
    Rotes Lycra mit weißen Streifen an den Seiten. Auch diesen finde ich sehr eng. Anscheinend war Marco doch etwas kleiner als ich. Trotzdem fühlt es sich scharf an, wie mein Staffelstab weiterhin an meinen Bauch gepresst wird.
    Eigentlich würde ich es dabei belassen, doch die schwarzen Stegleggings ziehen mich magisch an. Das Gefühl des Lycras beim Gleiten über die glatte Strumpfhose ist bemerkenswert.


    Durchatmen! Sonst ist das Pulver verschossen.


    Jede Bewegung macht mich heißer. Aber ich muss noch ein Paar Schläppchen auswählen.
    In der Kiste befinden sich Leder-Gymschuhe in verschiedenen Farben, ein Paar Jazzschläppchen und Ballettschuhe mit verschiedenen Gummispangen.
    Meine Hand greift nach etwas, das zuerst aussieht wie Sneakersocken. Etwas Zusammengerolltes. Fühlt sich an wie Wildleder. Ich lege sie neben mir auf den Hocker. Noch bevor ich sie näher in Augenschein nehmen kann, fällt mein Blick auf ein Paar Kunstturnschuhe aus weißem Leder. Solche habe ich schon bei Turnern gesehen. Hoch geschlossen, breites Ristgummi, zwei rote Seitenstreifen und geteilte Sohle. Die müssten perfekt zu meinem Kunstturnoutfit passen.
    Ich probiere sie an, muss aber feststellen, dass Marcos Füße doch deutlich kleiner waren als meine. Ich habe ja nichts gegen enge Schläppchen, vor allem wenn sie so weich sind, aber so sehr ich mich bemühe, ich kriege sie nicht über die Ferse. Schade!


    Jetzt wende ich mich wieder den Wildledersocken zu. Beim entrollen erkenne ich, dass es anscheinend doch so was wie Ballettschläppchen sind. Sie bestehen allerdings rundum aus diesem Goldbraunen Wildleder, auch die Laufsohle. Lediglich am Ballenbereich ist ein winziges Stück Filz, kaum größer als ein Zwei-Euro-Stück appliziert. Der Rest der Sohle ist unverstärkt, daher auch der Eindruck von Söckchen.
    Ich streife sie über meine bestrumpften Füße. Auch sie sind eng, aber im Gegensatz zu den Kunstturnschläppchen deutlich größer. Sie sitzen sogar äußerst perfekt an den Füßen an. Mit einigen Fußbewegungen stelle ich fest, dass sie auch ohne Gummispange optimal passen. Das Vorderblatt ist annähernd V-förmig ausgeschnitten, so dass in der Zehenmitte ein großer Ausschnitt entsteht, die Fußseiten jedoch wieder von mehr Stoff umhüllt werden. Sie wirken sehr feminin, machen mich aber trotzdem total an. Die glänzenden Füße kontrastieren toll mit dem matten Wildleder.


    Ich beginne die restlichen Sachen wieder in den Kartons zu verstauen, als Moni ins Schlafzimmer zurückkommt und fragt: „Bist du schon soweit? Lass dich mal betrachten.“


    Die Kisten beiseite geschoben, stelle ich mich vor ihr in Pose.
    Ihr scheint zu gefallen was sie sieht, denn ihr Mund steht vor Lüsternheit offen.
    „Dieses Trikot fand ich schon immer saustark“, sagt sie, „Klasse, dass du dich dafür entschieden hast. Zu diesem Outfit hätten auch gut die IWA Turnschuhe gepasst.“


    „Meinst du die mit den roten Streifen?“, frage ich, „Die habe ich nämlich probiert, bin aber nicht reingekommen.“


    „Ja, mein Ex war etwas zierlicher als du. Aber macht doch nichts.“ Mit einem Blick auf die Wildlederschläppchen meint sie: „Diese Trainingsschläppchen waren immer mein Favorit. Nur waren sie ihm etwas zu groß.“


    Monika geht vor mir in die Hocke um die Leggings etwas zurecht zu zupfen.


    Während sie meine Füße berührt bemerkt sie voller Begeisterung: „Du hast ja die Cheerleader-Strumpfhosen untergezogen! Die machen mich auch total heiß. Marco hat sie nie leiden können. Wie fühlt es sich an?“


    „Sehr eng, aber auch sehr erregend“, antworte ich.


    „Die sind von ihrer Art her wie Stützstrümpfe“, erklärt sie, „Aber sie glätten jede Unebenheit und glänzen wie nichts anderes. Ich trage auch häufig solche.“


    Beim Aufstehen lässt sie ihre Hände über meine Beine gleiten, fährt wie zufällig über meine erregte Leibesmitte, was mich erschauern lässt und umfasst dann meinen Oberkörper, der durch das enge Trikot Stahlhart wie in einem Korsett wirkt.
    Diese Berührungen stimulieren meine Sinne so sehr, dass ich kaum bemerke, wie wir langsam rückwärts aufs Bett gleiten.
    Aus engste umschlungen, um ja keinen Millimeter vom andern abzurücken, rollen wir streichelnd und schmusend auf dem Bett herum. Sich durch einige Lycraschichten hindurch zu befühlen macht deutlich mehr an als unbekleidet zu sein. Alle meine Tastsinne sind derart sensibilisiert, dass eine regelrechte Reizüberflutung auf mich einwirkt. Monika geht es ebenso. Immer fester presst sie ihren Leib an meinem. Sie winselt regelrecht vor Erregung.
    Die Verhärtung unter meinen Stoffschichten nimmt unwahrscheinliche Ausmaße an.




    Kapitel 9.


    Plötzlich lässt Moni unerwartet von mir ab. Schwer atmend und sichtlich durcheinander setzt sie sich im Schneidersitz etwas von mir weg.


    „Was ist?“, frage ich überrascht.
    Irgendetwas scheint sie zu beschäftigen.


    Als ich mich ihr nähere und meine Hand über ihren Oberschenkel gleiten lasse meint sie, fast abwehrend: „Du, Frank… Da ist noch was, das ich mit dir besprechen muss.“


    Diese Ernsthaftigkeit reißt mich natürlich aus meinem Wonnegefühl. Da meine Stimmung abflaut setze ich mich in gleicher Weise ihr gegenüber. Hoffentlich kommt jetzt nichts, was den Abend verdirbt.


    „Es ist so“, beginnt sie zögernd, „Wir haben doch ausgemacht über alles offen zu sprechen und mit nichts hinterm Berg zu halten.“


    „Absolut“, bestätige ich.


    „Also… Ähhm… Das mit dir fühlt sich so super an, und…“, druckst sie rum, „Ich weiß einfach nicht wie… wie ich es sagen soll… Ich möchte wirklich, dass das hier klappt… Alles läuft perfekt und ich möchte dir die Stimmung nicht vermiesen… Aber es gibt etwas, das dir möglicherweise Probleme bereitet und ich will es von vorne herein ansprechen, damit es nicht wieder so passiert wie mit Marco.“


    Mittlerweile gedanklich wieder ganz im „Hier und Jetzt“ fordere ich sie auf: „Natürlich kannst du mit mir über alles reden, Moni. Was es auch ist, das dir Kummer macht, ich werd´s schon verstehen.“


    „Nun“, beginnt sie mit einem seufzen, „Ich habe dir doch erzählt, dass der Fetisch bestimmend für mein Leben ist und ich ohne diese Neigung nicht glücklich bin. Allerdings bestimmt er auch mein ganzes Sexualverhalten.“


    „Wen es nur das ist“, unterbreche ich, „Damit komme ich ohne weiteres klar.“


    „Nein“, fährt sie fort, „Lass mich doch ausreden. Mein Ex dachte auch er käme damit klar, doch hat er sich verschätzt. Meine Seele leidet immer noch unter dieser Trennung. Ich bin zwar fast sicher, dass es mit dir zehnmal besser klappt, aber ich muss das vorher klären. Noch so eine Trennung könne ich womöglich nicht ertragen.“


    Wieder glänzen ihre Augen vor Tränen.


    Nach einer Pause ermuntere ich sie: „Egal was es ist, raus damit! Hab Vertrauen.“


    „Es geht um den ... na du weißt schon“, formuliert sie ernst, nachdem sie sich wieder etwas gefangen hat, „Ich hab da ein, wie soll ich sagen, ein Problem. Bereits in der Pubertät fiel mir auf, dass ich mit den landläufigen Vorstellungen von Matratzensport nicht so richtig was anfangen konnte. Auch später hat’s mit den Jungs eigentlich nie geklappt. Selbst wenn der Fetisch mit im Spiel war, hat mich die körperliche Penetration eher abgestoßen.“


    Bei dem Ausdruck „körperliche Penetration“ komme ich mir ein bisschen vor wie beim Gynäkologen.


    „Ich empfinde weder Lust dabei, noch kann ich damit zum Höhepunkt kommen“, erklärt sie, „Ganz im Gegenteil zu allen anderen Spielarten. Marco hatte sich zwar bemüht mit Mündlicher Prüfung oder gegenseitigen Handreichungen auszukommen, aber es erfüllte ihn nicht. Das, was er sich dagegen unter Ehestandsbewegungen vorstellte hat mich insgeheim angewidert. Es war, entschuldige nochmals meine Ausdrucksweise, einfach nur Sportficken.“


    Ob dieser Offenheit bin ich erst mal sprachlos.


    „Versteh´ das nicht falsch“, spricht sie weiter „Ich bin allem gegenüber aufgeschlossen, auch ungewöhnlichem. Es gibt so viele Möglichkeiten Himmlische Zustände zu erleben. Das einzige, was mich abstößt ist…. na ja… eben Ficken.“


    Erst mal sacken lassen.


    Nach einer Weile sage ich: „Weißt du, Monika, das war jetzt alles ein bisschen viel, vor allem für einen so schönen Abend und die Tragweite dessen ist mir noch nicht völlig bewusst. Wenn du mich so direkt fragst, kann ich dir zumindest versichern, dass ich gut ohne „Sportficken“ zurechtkomme solange alles andere passt.“


    Grinsend rücke ich zu ihr und nehme sie in den Arm.


    „Auch ich“, fahre ich fort, „möchte endlich eine Beziehung leben, die sich hauptsächlich auf die gemeinsame Fetischneigung und der sich daraus entwickelnden Zuneigung gründet. Ich denke von solchen „Kleinigkeiten“ sollten wir uns nicht abschrecken lassen. Es ist gut im Vorfeld darüber gesprochen zu haben. Aber gerade jetzt wird mir klar, wie sehr ich in dich verliebt bin und es unbewusst schon immer war. Du kannst dir sicher sein, dass ich nie etwas tun würde was dir wehtut oder dir unangenehm ist. Die Gemeinsamkeit ist mir wichtiger als alles andere.“


    Mit diesem Worten küssen wir uns. Erst zärtlich, dann intensiver und ehe ich mich versehe, liegen wir wieder im Lycraclinch.
    Monikas Arme sind auf einmal überall, als wollte sie mich völlig in Besitz nehmen.
    Sie küsst und knetet immer wilder an meinem Trikot, klammert sich dann fest an mich und reibt sich kreisend mit ihren Lycra-umspannten Hüften an meiner Männlichkeit, die schon wieder vehement gegen das enge Stoffgefängnis aufbegehrt. Diese Reibung macht mich schier wahnsinnig. Ich verkralle mich in ihre festen, kleinen Hinterbacken und drücke sie immer enger und kräftiger an mich.
    Beide keuchen wir vor Erregung und Anstrengung. Ihr Schweiß tropft in großen Mengen auf mein Gesicht. Ich schmecke ihr individuelles Aroma und bin betört vom Duft ihrer nassen Haare.
    Meine Kronjuwelen sind bis zum Platzen überreizt und Moni´s Bewegungen werden immer fordernder, ja, fast schon schmerzhaft. Ich schlinge meine Beine um die ihren, spüre ihre Waden unter meinen Schläppchen. Auch an Beinen und Füßen wird es langsam warm.


    Mittlerweile hab ich das Gefühl, als reibe sie nur noch über wundes Fleisch. Sie beginnt zu winseln und zu fiepen wie ein Hundewelpen. Ihr Zittern wird stärker und ich fühle eine plötzliche Nässe aus ihrer Leibesmitte ausströmen.
    Die Begleiterscheinungen ihres Höhepunkts faszinieren mich so sehr, dass ich gar nicht richtig mitbekomme, wie sich große Batzen stoßweise in meine Strumpfhosen ergießen und sich über meinen Leib verteilen. Was davon aus Trikot und Leggings austritt vermischt sich mit ihrer Flüssigkeit zu einem klebrigen Film der uns anscheinend zusammenleimt. Das letzte was ich wahrnehme, ist heftiges Schnaufen und Moni´s Biss in meine Unterlippe.



    Wie benommen wache ich auf. Zuerst weiß ich nicht wo ich bin. Die frühen Sonnenstrahlen dringen durch die Ritzen des Rollladens. Erst Jetzt kehrt die Erinnerung zurück. Monika schläft in meiner Armbeuge und kuschelt sich an meine lycrabedeckte Brust. Von unseren Kleidern geht ein nicht mehr ganz frischer Duft aus. Ich fühle mich unsauber aber auch tief zufrieden.


    Was für ein Wahnsinnsabend.


    Mal sehen, was der neue Tag bringt…

  • Eine sehr schöne Geschichte, voller Vertrauen und Zärtlichkeit.
    Ich bewundere Franks Geduld und Einfühlsamkeit für Monika und ihre spezielle 'Spielart'.


    Danke, dass du das "Klassentreffen" wiederveröffentlicht hast. Sehr wertvoll.

  • Vielen Dank für dein hohes Werturteil.
    Aus deinem berufenen Mund hat ein solcher Kommentar mehr Gewicht, da du ja selbst weißt wie schwer manchmal Gefühle und zwischenmenschliches auszudrücken sind. Vor allem vor dem Hintergrund nicht alltäglicher Neigungen.