Holidays, shiny days

  • Holidays, shiny days
    Von und mit Rockfire.
    Mit Dank an Lycwolf für die Tipps und die Korrekturhilfe.


    Kapitel 1. Die Vorbereitungen.


    Ich hatte mir ursprünglich eigentlich vorgenommen von meinem diesjährigen Sommerurlaub täglichen einen Eintrag ins Forum zu schreiben. Da ich mir fest vorgenommen hatte, soweit wie möglich, jeden Tag mit Leggings und oder Badeanzug zu verbringen. Und dazu regelmäßig meine Erlebnisse und Eindrücke des Tages, vielleicht garniert mit dem einen oder dem anderen Bild zu versüßen und hier im Forum zu platzieren.


    Schnell musste ich allerdings feststellen, es ist schwierig für jeden Tag etwas zu finden, was überhaupt erwähnenswert wäre. Auch meine Erlebnisse die in Verbindung mit meiner gewählten Kleidung standen, waren meistens nicht der Rede wert. Darum habe ich mir gedacht, schreib doch einfach mal die Teile auf, die in meinem Urlaub im Zusammenhang mit dem Thema des Forums stehen. Da ich es ja vorher keinem verraten habe sollte die Enttäuschung über das Fehlen eines täglichen Postings eher gering ausfallen.


    Wo fängt man an? Klar am Anfang. Also was packst du ein? Tasche sowie Auto haben ein begrenztes Fassungsvermögen. Also überlegst du, was wäre im Urlaub akzeptabel? Wie viel Zeug wird für die 14 Tage denn überhaupt benötigt?
    Dann brauchst du natürlich auch für die verschiedenen Wetterszenarien verschiedene Klamotten. Dementsprechend was langes, was mittellanges und natürlich hofft man auch immer auf warmes Wetter mit viel Sonne, dass man auch mal kurz tragen kann. Damit sind ein paar Leggings gesetzt. Die Cosplay-Leggings, die ich mir letztens über die elektronische Bucht bestellt habe, sind natürlich meine erste Wahl. Dann natürlich noch die Sportcapris. Hmm. Welche? OK, einmal klassisch Schwarz. Schwarz geht ja immer und ist irgendwie immer passend. Als zweites? Klar, da darf es was knalliges sein. Nehmen wir die rote mit. Rrrrr. Mal gespannt ob ich die auch anziehen werde? Damit leuchtet man ja schon von weitem auffällig wie eine rote Ampel. Nur dass das Rot hier unten ist. Was fehlt ist leider etwas kurzes. Außer meinen Fahrradhosen mit dem Sitzpolster habe ich da nichts in meinen Schränken deponiert.


    (Hier bräuchte ich vielleicht mal eure Hilfe. Was könnte man sich da schönes zulegen, was nicht die klassische schwarze Radlerhose ist?)


    Da ich aber auch vorhabe im Urlaub mit dem Rad unterwegs zu sein kommen natürlich auch 2 von den “Pampershosen” (die mit dem Sitzpolster) mit in die Tasche. Hier geht es eher klassisch zu. Einmal in komplett schwarz glänzend, von der Länge bis leicht über das Knie und einmal etwas kürzer mit weißen kleinen Punkten übersät. Dazu noch die vorhandenen Sport- und Radshirts.


    Wie es der Zufall will, fragt mich meine Holde am Abend vor der Abfahrt noch ob ich die Leggings anprobieren möchte, die ihr zu klein ist. Hand aufs Herz, wer würde da schon nein sagen? Ich freue mich ja schon, wenn Sie mich wegen meiner Kleidungswahl mal nicht kritisiert. Also Hose runter und rein in das gute Stück. Es ist jetzt keine hochglanz Lycraleggings mit einem auffälligen Muster. Wir sind hier ja in der Realität und nicht auf einem “fernen Planeten der Gymnastik-wunschträume”. Nein, das gute Stück ist eine schlichte schwarze. Ich würde sagen, Jeggings. Dass meine Gattin da Probleme hat rein zukommen wird mir sofort klar, als ich versuchen meinen Fuß durch die Fußöffnung zu schieben. Wer der Ansicht ist dass Leggings auch automatisch extrem dehnbar sein müssen, sollte seine Meinung noch einmal hinterfragen. Hier ist es nicht der Fall. Die Füße durch die vorgesehenen Röhren zu pressen ist echt eine Herausforderung ohne die Nähte zu sprengen. Also vorsichtig die Lauforgane durch die Öffnungen geschoben. Puh. Geschafft. Jetzt den Rest der Beinröhren nach oben ziehen. OK. Das passt doch wirklich erstaunlich gut.
    Die nächste Engstelle ist bei uns Herren zum Glück nicht so das Problem wie bei der Damenwelt. Wir expandieren ja eher im Zentrum als um das Sitzmöbel herum. So ist es auf jeden Fall bei mir. Also ein bisschen ziehen und ein wenig zupfen. Jawohl, es passt. Eng, aber es passt. Der Stoff gibt wirklich kaum nach, zaubert dadurch aber eine schöne glatte Oberfläche in einem samtigen schwarzen Jeanston. Was mir besonders gefällt ist, dass die Hose relativ hoch geschnitten ist und mein kleiner Bauchansatz mit unter dem Bund verschwindet. Zwei aufgesetzte Taschen auf der Rückseite machen den Jeanslook perfekt. Ich bin Happy und um eine neue Leggings reicher. :)


    Das Problem was ich auf der Fahrt anziehen werde, hat sich genau in diesem Augenblick entschieden. Dazu ein T-Shirt und an die Füße kommen meine Five Fingers Ballerina Latschen. Fertig. Der Urlaubs Casual Look ist genau mein “Urlaubswohlfühl” Ding.


    Was braucht man noch wenn es in den Urlaub geht? Genau. Badesachen! Da ich aus den letzten Jahren weiß dass wir nicht die jeden Tag Faul-am-Strand-Lieger sind, reicht hier eine begrenzte Auswahl. Mein Standard Sportbadeanzug, Schwarz und im oberen Bereich mit Grau abgesetzt. Da er hochgeschlossen ist, wie ich es bevorzuge, wird der gute auf der Rückseite mit einem schicken grünen Reißverschluss verschlossen. Die zweite Wahl geht auf den langarmigen BA, auf den Martin mal aufmerksam gemacht hat. Aus dem Hause Decathlon. Meine Wahl traf damals auf die Version mit den vielen kleinen bunten Punkten auf den Seitenteilen. Der Rest ist in Neonschwarz gehalten. Das andere damals verfügbare Muster war mit zu feminin. Ich glaube es waren Blüten oder Blümchen. Auf jeden Fall etwas in der Art. Den packe ich mir ein, falls ich es dieses Jahr wieder schaffen sollte mir ein SUP-Board (Stand Up Paddle) auszuleihen. Mit den langen Armen ist er doch der perfekte Surferstyle. Dazu noch ein paar normale Badehosen. Das sollte, nein, dass muss reichen. Die Tasche ist nämlich, mit den anderen Sachen die man sonst noch benötigt, bereits gut gefüllt. Sie soll am Ende des Tages erstens noch zu gehen, und zweitens, muss der ganze Bums ja auch noch ins Auto passen.


    Wie geht es weiter? Was ist alles geschehen? Mache ich das jetzt wirklich?

  • Ein toller Einstieg in deine Urlaubschronik.
    Vor allem der natürliche Stil, die Realitätsnähe und die Portion Ironie gefallen sehr gut. Und es macht neugierig darauf, was noch alles so im Urlaub passiert ist.
    Ein mehr als gelungener Einstand, würde ich sagen.


    (Damit wegen der Titelunterschrift kein falscher Eindruck entsteht. Meine Tipps bewegten sich nur im "Promille Bereich", denn an so einer guten Schilderung ist nichts zu verbessern)

  • Ja der Lycwolf, der guuuute.


    Hatte einen ganzen Eimer voll an Satzzeichen, Zeilenumbrüchen und Absätze über die ich in meinen Text gerührt habe. Wenn du mal wieder welche über hast nehme ich die gerne wieder :D Wäre doch gelacht wenn man dafür nicht auch wieder ein Plätzchen findet. Nicht das die schlecht werden und einfach wech geschmissen werden müssen.


    Literarische Grüße
    Rockfire

  • Kapitel 2. Der Urlaub beginnt.


    Der nächste Morgen.


    Der Plan ist, spätestens um 5 soll der Wagen los rollen. Alle, also hoffentlich alle, Sachen sind im Auto untergebracht und der letzte Kaffee hat seinen Weg in die Thermobecher gefunden. Mein Outfit habe ich ja schon am vorherigen Abend zusammengestellt und genau so geht es los auf die große Fahrt. Es warten ein paar hundert Kilometer Autobahn auf uns, mit hoffentlich wenigen Problemen. Die Kleidungswahl entspricht zu 100% meiner Erwartung. Ich fühle mich wohl hinter dem Steuer. So kann dem ersten Urlaubstag entspannt entgegen gesehen werden.
    Nachdem wir angekommen sind, geht es erst einmal mit den Fahrrädern zum Frühstücken. Jetzt heißt es noch ein wenig warten bis die Ferienwohnung frei und durchgeputzt ist, dann können wir den Wagen leer räumen und einkaufen fahren um sich mit den Notwendigkeiten die man für sein täglich Leben so benötigt einzudecken. Nachdem wir zusätzlich zu unseren von zu Hause mitgebrachten Zeug, auch noch die Einkäufe in der Wohnung verteilt haben, sieht die Wohnung aus wie nach einem Krieg. Überall stehen Dinge die nicht zusammengehören. Vor allem steht alles irgendwo. Hier müssen wir uns noch dringend häuslich einrichten bevor der Urlaub richtig starten kann.
    Für den Nachmittag haben wir nur den Besuch am Hafen eingeplant. Hier soll noch ein Treffen von alten Holzbooten stattfinden. Leider konnte ich Online keine Informationen über den zeitlichen Ablauf der Veranstaltung finde. So mussten wir nach unserem Eintreffen betrübt feststellen das alles schon zu Ende war. Schade. Also noch ein wenig schlendern und die Seeluft genießen.


    Den ganzen Tag verbringe ich in meiner morgens gewählten Montur. Es ist entspannt wie immer und ich freue mich auf ein paar schöne, und vielleicht auch spannende Tage.

    Anfänglich ist uns der Wettergott leider noch nicht so hold wie wir es uns für den Urlaub immer wünschen. So bleibe ich erstmal bei der Leggings die ich für die Fahrt gewählt hatte. Immer dazu, meine geliebten Five Fingers im Ballerina Stil. So besuchen wir an den nächsten beiden Tagen verschiedene Ausflugsziele.


    Am dritten Tag sagt die Wettervorhersage nur eine geringe Windstärke an. Da ich keine Lust habe kilometerlang gegen den Luftstrom zu kämpfen wähle ich diesen Tag für die geplante Radtour aus. Meine Familie bleibt zu Hause. Ich kann beide nicht davon überzeugen auf eine lange Tour zu gehen. So kann ich den Tag mal für mich genießen und auch mein Tempo fahren.
    Für heute wähle ich mir meine etwas längere Fahrradhose und eines meiner Fahrradshirts in blau aus. Das sieht schon mal sehr sportlich aus.


    So geht es morgens aber erst einmal zum Reiten. Nein, keine Angst. Mich kriegt keiner auf diese Heuverbrenner. Aber ein Mitglied unseres Clans hat da Spaß dran und ich mache dann gerne Fotos oder filme ein wenig. Auch die Kommunikation mit den anderen Urlaubern kann bei der Gelegenheit gepflegt werden.


    Irgendwann geht es dann endlich los. Es ist herrlich. Der Wind weht leicht. Die Sonne ist herausgekommen und taucht alles in ein sonniges Gelb. Die Felder zu den Seiten, die an mir vorüber ziehen, haben bereits eine reife Färbung. Was zu diesem Zeitpunkt im Jahr eher ungewöhnlich ist. Das Wetter ist in den letzten Jahren aber auch komisch geworden.
    Mein Ziel ist es, den Löwenanteil der Strecke am Wasser her zu fahren um so die Aussicht lange auszukosten und dadurch so viel wie möglich von der frischen Seeluft zu inhalieren. Die Sonne brennt doch mehr als es der Wetterbericht vorhergesagt hat. Wider erwarten komme ich doch schnell ins schwitzen . Ich kann deshalb aber noch mehr die kühlende Brise genießen die durch mein Trikot und meine engen Radlerhosen auf meine Haut trifft. Die Wege wechseln sich ab, von festgefahrenem Schotter über Pflastersteine. Und auch manch asphaltierter Weg gibt sich die Ehre. Meistens fahre ich oben auf dem Deichkamm. In einem wie ich finde flottem Tempo. Immer wieder komme ich auf meinem Weg durch das eine oder andere kleine Dorf mit ihren kleinen Backsteinhäusern, wie sie an der See typisch sind. Alte Scheunen und Pferdekoppeln sind rechts und links des Weges zu finden. Überall bemerkt man den Einfluss durch den Tourismus. Fasst jeder möchte etwas von dem Kuchen abhaben, welchen die spendablen Urlauber bereiten.
    Am meisten staune ich aber als ich auf einer Koppel zu meiner rechten Seite ein Alpaka entdecke. Mit diesem putzigen Vierbeiner hätte ich hier wirklich nicht gerechnet. Ein schnelles Foto zum Beweis scheitert leider daran das ich nur mein Handy zur Hand habe. Durch den Weitwinkel schrumpft das Tier zu einem kleinen Haarbüschel auf einer Wiese zusammen. Schade. Ob man mir trotzdem glaubt?
    Der weitere Weg wird begleitet durch die nicht enden wollende Anzahl von Windkraftanlagen. Klar dass es sich hier lohnt so eine moderne Windmühle aufzustellen. Die ganzen E-Bikes die unterwegs sind, wollen schließlich geladen werden. Aber kann mir mal einer verraten wofür diese E-Bikes gut sind? Die kriechen nur so dahin und man muss die Dinger immer überholen. Vielleicht laden die Leute doch die Akkus beim Strampeln auf damit sie abends zu Hause nicht im Dunkeln sitzen müssen. Ich verstehe anscheinend das System von den Dingern nicht.


    Nach gut 70 km komme ich sehr beeindruckt von der Landschaft und reichlich kaputt wieder an unserem Feriendomizil an. Meine liebe Frau darf mir erst einmal aus meinen Sachen helfen. Der Schweiß hat die Kunstfasern regelrecht mit meinem Körper verklebt. Alleine wäre es noch einmal eine ziemliche Anstrengung geworden sich daraus zu befreien. Ich muss feststellen dass ich auch schon mal besser gerochen habe. Die nachfolgende Dusche lohnte sich auf jeden Fall. Es werden Massen einer Mischung von getrocknetem Schweiß und Staub von meinem Körper gespült. Danach fühlt man sich wie neugeboren und ich bin genauso müde.
    Ein kleines Spätnachmittagsschläfchen später geht es frisch und ausgeruht, in meiner neusten Cosplay Leggings noch mal nach draußen. Diese ist eine Mischung aus Steampunk und Ritterrüstung. In einem Hexagon Grundmuster auf einem dunkelvioletten Untergrund sind auf den Beinen große Metallplatten aufgezeichnet. Diese liegen wie Fischschuppen übereinander und sind mit dicken Ringen untereinander verbunden. So soll eine Panzerung der Beine dargestellt werden. Bestens geschützt, gehen wir die Abendsonne auf dem Spielplatz genießen. In den dort aufgestellten Strandkörben können wir den Kindern beim spielen zusehen.


    Mal schauen wann es zum Strand geht?


  • Weiterhin nachvollziehbar beschrieben, euer Urlaub an der See. (Nordsee? Friesland? Vielleicht der holländische Teil?).
    Auch den lockeren Erzählstil hast du beibehalten (Heuverbrenner - Klasse).


    Barfußschuhe sind natürlich sehr geeignet für Strandurlaube, obwohl ich bisher noch keine anprobiert habe.
    Und Radfahren ist im Flachland eine Wonne (Dort sehe ich auch nicht unbedingt die Notwendigkeit eines E-Motors, aber es sind ja auch oft die betagteren Urlauber, die damit "schleichen").


    Bei solchen Tatsachenberichten bietet es sich natürlich an, den Text mit Realfotos zu garnieren - gerne mehr davon.


    Macht neugierig darauf, was Kleidungstechnisch noch so alles in deinem Urlaub abging.

  • Lycwolf. Ich hätte gerade von dir gedacht das du bestimmt schon mal Barfußschuhe probiert hast.
    Ich trage die Dinger eigentlich jeden Tag, auch bei der Arbeit. Und das auch fasst das ganze Jahr. Man ist sehr verbunden mit seinem Untergrund. Es ist sehr luftig. Es soll auch extrem gesund für die Füße sein. Jeder Zeh in seiner eigenen Tasche mag erst einmal ungewohnt sein. Wenn man sich an die Schuhe gewöhnt hat ist es nach einiger Zeit mindestens so komisch "normale" Schuhe zu tragen. Meine Sommerschuhversion ist dann ein offener geschnittener Barfußschuh. In der Art wie ein Ballerina.
    Wer weiß vielleicht taucht da auch noch mal ein Bild davon auf...


    Das einzige was ich total doof finde, dass man mit den Schuhen keine Strumpfhosen tragen kann. Ja natürlich gibt es auch Strumpfhosen mit Zehen, oder zehoffen. Aber die Auswahl ist da überschaubar.


    Ich freue mich sehr über deine Rückmeldungen. Herzlichen Dank.

  • Rockfire
    Danke für die Geschichte oder mehr Tagebuch - warum denn nicht mal "nur Lycra" mit in den Urlaub nehmen ;-)
    Was sagt denn der Rest des Clans dazu? (Interessant, im ersten Abschnitt wurde ja nur die Holde erwähnt...jetzt gibt es plötzlich weitere Mitglieder)
    Und was sagen die Vermieter der FeWo?

  • Hey Toby.


    Na es war ja nicht nur Lycra im Koffer. Ich hoffe da eine ausgewogene Mischung gefunden zu habe,
    Was sonst noch passiert ... schauen wir mal. Ich habe da ja vielleicht noch das ein oder andere in petto.


    Grüße Rockfire

  • Kapitel 3. Am Strand


    Der nächste Tag soll, da der Wetterbericht wieder eine hervorragende Menge an Sonnenstunden und entsprechend angenehm warme Temperaturen verspricht, am Strand verbracht werden. Also wird am nächsten Morgen, unter dem T-Shirt und der kurzen Hose, der mitgebrachte Badeanzug angelegt. Ich bin gespannt ob meine Göttergattin ihr Veto einlegt? Nö. Glück gehabt. Dann auf die Räder und ab zum Strand.
    Vor der Ruhe wartete dort erst einmal die Arbeit. Die typische Strandmuschel muss aufgebaut werden. Dazu wird sich schon mal vom T-Shirt getrennt. Also nur bekleidet mit der kurzen engen Hose und im Badeanzug, wird sich dem korrekten Aufbau des Strandheims gewidmet. Von zu Hause bin ich den Anzug gewöhnt und trage ihn bei jeder Schwimmgelegenheit. Aber so am öffentlichen Strand ist es doch was anderes. Auf jeden Fall meint das mein Kopf. Da gibt es doch nichts besseres als sich einer Aufgabe zu widmen die einen ablenkt.
    Da wir nicht so eine neumodische Muschel haben die aufgeploppt wird, sondern wo man noch richtig Stangen, wie in einem Zelt, verbauen muss, brauchen wir ein paar Minuten für den Aufbau. Diese Art der Muscheln sind mir auch lieber. Ich bewundere immer neidisch die Leute die diese Aufpoppmuscheln auch wieder zusammenlegen können. Für mich ist das ein Wunder wie man das Geflecht aus Fiberglasstangen auf einen, im Vergleich zum fertigen Strandbungalow, mini mini Paket zusammenfalten kann. Respekt dem, der es kann.


    Ich liege mittlerweile in meiner Muschel und beobachte die vorbeilaufenden Menschen, Väter, Mütter und Kinder. Überraschenderweise sammelt sich in keiner Ecke des Strandes ein aufgebrachter Mob der mich mit Feuer und Heugabeln von demselben vertreiben will, um ihre Kinder vor so einem Sittenstrolch wie mir zu beschützen. Wahrscheinlich aus Mangel an Heugabeln. Wer nimmt sowas auch mit in den Urlaub?

    Was ist stattdessen passiert? Ähm, nix. Ich liege brav in meiner *Mupfel und es interessiert nicht mal die Möwen, die eher danach Ausschau halten in welchem Zelt ein Brötchen oder ähnliches erbeutet werden kann. Ich habe mir meine Schirmkappe weit ins Gesicht gezogen und mime den schlafenden um die eventuellen Reaktionen auf mein Outfit beobachten zu können. Leider, nein eigentlich nicht leider, gibt es rein gar nichts zu beobachten. Keiner nimmt davon Notiz wie ein Mann bekleidet mit einem Badeanzug, am Strand, in einer blauen Strandmuschel liegt.

    Der Nachmittag geht wie immer viel zu schnell vorbei. Neben einem erfrischendem Besuch im kühlenden Nass vertreibe ich mir die Zeit mit der Lektüre der Fetisch Geschichten von Lycwolf. Heute Gott sei Dank alles leichte Kost so dass ich auf dem Rücken liegen bleiben kann 😉. Einfach nur die Zeit, die Sonne, das Wasser und den leichten Wind genießen. Kann Urlaub schön sein.


    Das nächste interessante Ereignis bahnt sich 2 Tage später an. Wir wollen einen weiteren Touristenmagneten besuchen. Ein Meerwasseraquarium. Heute steht auf meinem Kleidungsplan eine weitere schöne Cosplay-Mecha-Leggings vom selben Hersteller wie die zwei Abende zuvor. Die Hose ist sehr hell gehalten. Es sind ein Art von Protektoren oder Verkleidungen aufgedruckt, die man an einem Roboterbein vermuten könnte. Farblich gibt es in Blau ein paar Highlights dazu. Oben drüber ein normales Poloshirt, ebenfalls in Blau. Für die Füße gibt es dieselbe Kost wie immer. Ich finde die Dinger einfach nur toll und so sommerlich.

    Wir haben ein paar schöne Stunden im Aquarium. Wir sehen viele bunte und exotische Fische. In der Tierwelt ist es anscheinend nicht das Problem, dass “Mann” sich farbenfroh gibt. Das Highlight ist hier definitiv das riesige Hai Aquarium, in dem sogar Platz für ein kleines Schiffswrack ist. Da ich selber tauche, bin ich hier mehr als fasziniert und in Anbetracht der präsentierten Zahnreihen weiß ich noch immer nicht ob ich hier ins Becken steigen würde um mit diesen prähistorischen Tieren ein paar Runden durchs Becken zu ziehen. Es ist und bleibt einfach unbeschreiblich mit welcher Eleganz und Leichtigkeit die Haie durchs das Becken gleiten. Vor allem wenn man bedenkt wie schwerfällig und behäbig sich im Vergleich der Mensch durch das Element Wasser fortbewegen kann. Ein paar Millionen Jahre Evolution machen hier den Unterschied.
    Nachdem wir uns jedes der kleinen und großen Becken angesehen haben und alles vom Clownfisch über das Seepferd bis hin zum giftigen Steinfisch, bewundern konnten. Wir zig andere Arten, von denen ich mir nicht einmal den Namen merken kann, gesehen haben, hat mich während des Besuchs des Aquariums niemand ins Haifischbecken geworfen.


    Dafür wünsche ich mir noch eine kleine Fahrradtour zu einem etwas entfernteren Strand in der Nähe des Hafens. Ich möchte dort endlich unser erstes Urlaubs-Eis genießen. Der Strand ist gut gefüllt, da dort gerade ein Testevent für Wassersportgeräte stattfindet. Wir schleichen uns einmal durch das Zeltdorf. Ich muss zugeben, ich kann mit den hier ausgestellten Waren wenig bis gar nichts anfangen. Also lassen wir uns gemütlich auf einem Steg nieder der übers Wasser führt und ich schaue mir das Spektakel mit ein wenig Abstand von einer gemütlichen Bank aus an. Die Sonne zeichnet tolle Reflektionen auf das Muster meiner Leggings. Der kühlende Wind zieht leicht durch den Stoff.

    Nebenan versuchen die Kinder mit kleinen Angeln Krebse aus dem Nass zu fischen. Noch ein paar Fotos geschossen für das diesjährige Fotobuch. Ich kann sogar meine Frau davon überzeugen ein paar Bilder von mir vor dem maritimen Hintergrund zu machen. Davon landet bestimmt auch ein Bild in unserem Fotobuch. Schließlich bin ich ja auch derjenige der zu Hause das Buch wieder gestalten darf. Keine Sorge, meine Bekannten kennen mich in verschiedensten Leggings, kein Problem. Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich ganz ungeniert.


    Das Eis habe ich nicht vergessen, ich werde von meinem Magen regelmäßig daran erinnert. Also auf geht's, die letzten Meter noch mit den Drahtpferden zur Eisdiele am Hafen. Ich glaube heute falle ich auf wie ein bunter Hund. Nach meiner Fahrradtour vor zwei Tagen sieht mein Rad grausam aus. Die staubigen Strecken haben eine dicke Dreckschicht auf jedem Teil meines treuen Rosses hinterlassen. Das ist mir schon ein wenig peinlich mit so einem auffällig dreckigen Ding unterwegs zu sein. Die Reinigung muss aber warten bis wir wieder zu Hause sind. Das Eis haben wir uns redlich verdient. Wir machen uns dann aber doch lieber wieder zeitig auf den Weg zu unserer Unterkunft, denn für den späten Nachmittag sind noch Gewitter angesagt. Meine Wetterapp zeigt unbeeindruckt das nahen des regenbringenden Wolkenbandes an. So beenden wir den Tag in unserem Zuhause auf Zeit, bei lecker Essen und einem kleinen Gewitter. Eigentlich ganz gemütlich wenn man im trockenen warmen sitzt.


    *Mupfel = Muschel (Dazu bitte alle Folgen von “Urmel aus dem Eis” ansehen)


    War das etwa schon alles?

  • ... das wollen wir doch mal hoffen, dass das noch nicht "alles" war.


    Einfach mitreißend, deinen Urlaub mitzuerleben. Besonders gelungen fand ich den Abschnitt mit den "Heugabeln".
    Und natürlich die Garnierung mit Bilddokumenten, was die Schilderung nochmals aufwertet.
    (Übrigens interessante Unterwasser-Aufnahme mit Badeanzug in seinem natürlichen Umfeld. Spezielle Kamera oder nur Zusatzgehäuse?)
    Und man sieht auch das von dir präferierte "Urlaubs-Schuhwerk". Obwohl sowas eigentlich zu mir passen würde, habe ich noch nicht den Zugang dazu gefunden. Aber sie passen super zu deinen Leggings.

  • Moin Lycwolf.


    Das Bild vom Badeanzug ist eigentlich nur ein Standbild aus einem Video welches ich mit meiner kleinen Actioncam gemacht habe. Dadurch das ich auch tauche habe ich mir mal so ein kleines Ding mit entsprechendem Gehäuse geleistet. Allerdings, da ich geizig bin, nur ein Chinakracher. Welches vom Preisleistungsverhältnis aber echt Top ist. Die Geräte von den Marktführern sind zwar besser, gerade was die Stabilisierung und die Bildaufnahmeraten angeht. Da ich es aber nur ein paar mal pro Jahr einsetze bin ich nicht bereit das 6fache dafür zu bezahlen. Dann würde ich eher darauf verzichten.

    Ich habe zwar auch ein UW-Gehäuse für eine Kamera, aber das ist fürchterlich klobig und sperrig. Daher benutze ich das so gut wie nie. Wenn ich mal ganz viel Zeit und Lust habe müsste ich mal eine UW-Modenschau von meinen BA's machen. Das wäre auch mal cool. Allerdings alleine schwer umzusetzen.


    Grüße Rockfire

  • Ich habe mir nun auch deinen Reisebericht durchgelesen, und muss sagen, Hut ab, du schreibst ja recht detailliert, mit einer Prise Humor, so dass man auch gerne mal an die See zum Urlaub fahren möchte (Gut, ich brauche nur eine halbe Autostunde bis dahin). Dass niemand was zu deiner Kleiderwahl sagt, hätte ich auch so vermutet. Es liegt ja auch daran, wie man sich darin gibt.
    Ich wünsche dir weiterhin einen schönen erholsamen Urlaub und gelegentlich ein paar Zeilen fürs Forum.
    Gruß
    Desi

  • Kapitel 4. Das Hafenfest

    Für den nächsten Tag steht der Abschluss des Hafenfestes im Nachbarort auf dem Programm. Als erstes wollen wir ein Konzert einer Coverband besuchen bevor dann ein Feuerwerk das Finale des Hafenfestes beschließt. Da ich des Abends mit etwas frischeren Temperaturen rechne, kommt zu der schwarzen Jeggings noch ein graues meliertes Sweatkleid mit einem tollen langen Wasserfallkragen und einer Kängurutasche auf der Front zum Einsatz. Heute probiere ich ein wenig anderes Schuhwerk. Ich habe noch schwarze Ballerinas mitgebracht die ich sonst zu Hause mit einer blickdichten schwarzen Strumpfhose oder Strümpfen kombinieren würde. Damit fallen die Schuhe nicht besonders auf. Heute möchte ich die Schuhe aber ohne Socken tragen. Das ist viel auffälliger da diese mit einem Riemchen, welches wie ein V über den Spann verläuft, verschlossen werden. Ich muss sagen, dass es mir in der Kombination mit der schwarzen Hose sehr gut gefällt.


    Das Konzert startet um 20Uhr. So sollten noch ein wenig Zeit sein um ein paar schöne Bilder zu machen wenn die Sonne langsam untergeht. Im Hafen ist der Teufel los. Verschiedene Bands spielen auf mehreren Bühnen. Unser Ziel liegt genau auf der anderen Seite des Veranstaltungsortes direkt am Hafen. Was mich besonders freut, dass dort die meisten Schiffe noch geöffnet sind um diese besichtigen zu können. Im Hintergrund spielt bereits die Band und ich kann noch den Blick in das eine Schiff werfen das mich so brennend interessiert. Heute ist meine Wahrnehmung aber eine andere als sonst. Ich glaube heute falle ich auf. Obwohl ich mein Outfit selbst, als relativ dezent beschreiben würde. Des Öfteren werde ich, meistens von unten beginnend, nach oben und wieder zurück nach unten gemustert. Ich weiß nicht ob ich einfach mehr ein Auge dafür entwickelt habe oder es mit nur so vorkommt. Kommentare bekomme ich, wie meistens, keine. Ist das jetzt positiv oder eher negativ? Ich weiß es nicht. Von den Blicken her, würde ich es als ehesten als irritiert interpretieren. Ich höre auf jeden Fall keine dummen Kommentare oder sehe Kinder die mit dem Finger auf mich zeigen und rufen: “Mama was hat der Mann da für komische Sachen an?“.

    Nachdem wir uns alles auf dem Schiff von Interesse angesehen haben, suchen wir ein schönes Plätzchen vor der Bühne von dem wir das Konzert verfolgen können. Der Sound ist echt ordentlich und es macht Spaß der Band zu zuhören. Wir sind nach 2 Stunden doch alle enttäuscht, dass es so schnell vorbei ging. Aber alle großen Hits wurden zum besten gegeben und ich möchte noch unbedingt ein paar Bilder machen von den jetzt so toll beleuchteten Schiffen. Mittlerweile ist es auch schon so dunkel geworden, dass mich graue Maus sowieso niemand mehr wahrnimmt. Das anschließende Feuerwerk ist der perfekte Abschluss für den tollen Abend und auch für das Hafenfest.


    Bevor es die nächsten Tage noch mal richtig Hochsommerlich werden soll, legt das Wetter erst einmal eine kleine feuchte Verschnaufpause ein. Dasselbe tun wir. Außer des Abends eine Pizza essen zu gehen bekomme ich den Tag über nichts Erwähnenswertes zusammen. Erst der nächste Tag lockt durch die Sonne wieder zu Aktivitäten. Klar, morgens geht es zu den Pferden. Wie fasst jeden Morgen.

    Ich bin heute der Lycra Superheld in meinen Captain America Leggings. Schön in Blau gehalten. Überzieht die komplette Hose ein Rautenmuster. Auf der Außenseite ist ein Gurt aufgezeichnet der knapp unter dem Knie an dem Captain America Symbol endet. Unter dem Kreis mit dem Stern wechselt die Farbe in ein Rot / Weiß / Rot welches nach unten hin wieder ins Blau der restlichen Hose übergeht. Mir gefällt die Optik wirklich gut. Auch wenn die Entscheidung zwischen diesem Modell und der Spidermann Version extrem schwierig war. Wahrscheinlich bestelle ich mir irgendwann die Spiderhose auch noch nach. Dazu meine Strand- Wasserschuhschläppchen, oder wie auch immer man die Dinger offiziell nennt. Die Schlappen passen farblich sehr gut zum Blau der Hose. Ich finde, eine perfekte Kombi.


    Heute gibt es mal eine Reaktion. Die Tochter der Vermieter, sie ist knapp zehn Jahre alt, fragt mich im leicht genervten Unterton: „Hast du eigentlich keine anderen Hosen dabei?“ Ich sage ihr dass die Hosen zu meinem Urlaubswohlfühlklammotten gehören und das zu meinem Urlaub dazu gehört. Damit gibt sie sich mehr oder weniger zufrieden und stampft weiter in Richtung ihrer Wohnung.


    Der heutige Tag wird bei dem schönen Wetter wieder am Strand verbracht ohne besondere Vorkommnisse. Dadurch das meine Gattin in der ersten Woche ziemlich am schniefen war hat es auch mich erwischt und ich bleibe lieber erst einmal aus dem Wasser. Durch die ganze Sonnencreme klebt mir der Sand, am Ende des Strandtages, an jeder nur erdenklichen Stelle. Die obligatorische Dusche nach dem Strand befreit mich endlich von dieser Panade.


    Heute Abend bin ich mal mutig. Meine Wahl fällt auf die rote Sportcapri. Ein dunkles Shirt dazu und fertig ist die Laube. Ich bin sehr gespannt wie diese Signalfarbe ankommt. Anscheinend gut. Eigentlich wollte ich unseren kurzen nur nach Hause holen. Es endet damit, dass ich mit den Kindern, die auch dort auf Urlaubsbesuch sind, auf dem Trampolin um die Wette hüpfe. Dafür bin ich natürlich sehr gut angezogen und kann mein Gewicht dazu nutzen die kleinen Quälgeister in unbekannte Höhen zu katapultieren. Nach einer halben Stunde bin ich schon wieder am Schwitzen wie ein nasser Schwamm. Es ist unglaublich was so ein bisschen Bewegung auf einem Trampolin mit einem macht. Die Kinder und ich haben auf jeden Fall eine Menge Spaß.

    Es ist mittlerweile weit nach 22 Uhr und nachdem auch die anderen Eltern die Frucht ihrer Lenden vom Trampolin in die Ferienwohnungen zitiert haben. Nun kann ich mit unserem Sprössling auch endlich in unsere Wohnung verschwinden. Ich muss mir im Bad nochmal mit kaltem Wasser durchs Gesicht fahren, damit das tropfen aus meinen Poren endlich ein Ende nimmt. Ein toller Abend.


    Ähm. War es das etwa schon?

  • Ganz schön mutig, die feminine Bekleidung in der Öffentlichkeit auszuweiten. Aber es ist halt Urlaub und da traut man sich auch mehr zu. Ein Glück für dich, dass deine bessere Hälfte mitspielt. Aber wie steht dein Nachwuchs zu deiner Kleidungswahl bzw. je nach Alter, was sagen die Schulfreunde dazu?

    Auch wieder toll, die Garnierung mit den entsprechenden Bildern. Ich schätze das Bild in der Luft entstand auf besagtem Trampolin?

    Weiter so.

  • Es liest sich vielleicht ein wenig aufregender als es ist. Ja da steht Kleid. Das ist es ja offiziell auch. Also darunter wird es verkauft. Sweatkleid um genau zu sein. Ich würde es eher mit Longpullover bezeichnen. Guck mal, dass sieht dann doch gar nicht mehr so schlimm aus. Und um ein wenig weiter auszuholen. Bei meinem alten Arbeitgeber bin ich regelmäßig im Rock aufgetaucht. Aber das ist vielleicht mal eine andere Geschichte. Ich würde aber behaupten ich habe "Erfahrung".

    Longpullover habe ich auch ein paar die ich gerne zu Hause mit einer Thermostrumpfhose trage. Die im Urlaub getragenen Kombination fand ich es eher unspektakulär. Bis auf die Schuhe hatte ich es ein paar Tage vorher bereits getragen ohne das mir etwas aufgefallen ist. Ich hätte eher damit gerechnet in der Masse der Menschen überhaupt nicht aufzufallen. Keine Ahnung. Habe ja niemanden gefragt: "Ey, was guckst du?" :D


    Mein Spross hat damit wenig Probleme. Ich habe bis jetzt auf jeden Fall von der Seite noch keine Kritik erhalten. Ich glaube wenn man mit so einem Vater aufwächst ist es ja normal. Die Schulfreunde wissen, soweit ich es weiß, nichts davon. Ich versuche auch alles damit es bleibt. Kinder können manchmal sehr grausam sein. Dafür möchte ich nicht der Auslöser sein.


    Das Luftbild entstand beim Versuch ein Schwebebild aus Schwaben zu machen. :) Ich muss dich enttäuschen. Nicht auf dem Trampolin.

  • Hallo Rockfire,
    deine Beschreibung ist sehr anschaulich und deine Erlebnisse klingen nach Gemütlichkeit. Deine Kleiderwahl finde ich gut.
    Wenn jemand nach den Klamotten fragt, ist die Wahrheit immer das beste, bei Kindern sowieso.
    Sätze wie "Es gefällt mir. Ich fühle mich darin wohl." sind immer angebracht, und die Kleinen geben sich damit zufrieden.

  • Kapitel 5. Das Ende naht

    Die kommenden Tage gleichen sich einander dank dem guten Wetter. Viel Strand, natürlich immer in meinem Badeanzug. Meinen Plan mir ein SUP auszuleihen habe ich dann auch irgendwann über den Haufen geschmissen. Das Wetter war zu gut als dass ich mich zu dem Strandabschnitt bemühen wollte, wo die Boards verliehen werden. So kommt mein langarmiger Badeanzug in diesem Urlaub nicht mehr zum Einsatz. Auch verbringe ich unsere restlichen “nicht Strand”-Aktivitäten meistens in einer kurzen Hose. Für alles was länger ist, ist es mir viel zu warm.


    Wartet, eine Sache ist noch der Erwähnung wert. An einem Abend nach dem Besuch am Strand entscheide ich mich noch für meine doch ordentlich glänzende schwarze Sportcapri. Die hatte ich noch nicht an, und ungetragen kommt die Hose auf keinen Fall wieder mit nach Hause. Wie ich damit so durch die Anlage schlendere kommt mir einer der Jungs entgegen, die dort ebenfalls zu Besuch sind. „Ey coole Hose“ ist sein Kommentar als er an mir vorbei geht. Seine Äußerung wirkt spontan und echt. Ich freue mich über das nette Kompliment und bedanke mich brav. Dann gehen wir weiter unserer Wege. Bestimmt auch ein Lycra Fan mit seinen vielleicht 8-9 Jahren. Früh übt sich wer ein richtiger Fan werden will.


    Der letzten Morgen steht an. Der Wagen ist soweit gepackt. Alles hat wieder einen Platz im Auto gefunden. Ich habe für die Heimreise wieder die Rüstung-Leggings gewählt, da es nicht so heiß werden soll und ich für die längere Fahrt ein bequemes Beinkleid präferiere. Bevor wir wieder auf die Autobahn rollen, machen wir noch einmal Halt bei einem Örtlichen Bäcker der für den faulen Urlauber ein tolles Frühstück anbietet. Die Wahl fällt wirklich schwer. So viele tolle hausgemachte Produkte möchten probiert werden. Die Bedienung wartet geduldig bis wir unsere Wahl getroffen haben. Ob sie meine Hose wohl von der anderen Seite der Theke sehen kann? Es ist auf jeden Fall an keiner Reaktion ersichtlich. Ich verschwinde mit dem Tablett zu einem Tisch während meine mitreisende Dame sich darum kümmert dass die Leistung entsprechend bezahlt wird. Hhm lecker die frischen Brötchen.


    So gehen die 14 Tage viel zu schnell vorbei. Ich habe die Zeit genutzt um einen Teil meiner Sammlung mal zu anderen Gelegenheiten zu tragen als sonst, und kann es jedem empfehlen. Ich kann, glaube ich behaupten, dass mehr geht als manch einer für möglich hält. Solange der Bogen nicht überspannt wird. Wie immer ist es den meisten Menschen egal was man tut. Hauptsache man stört diese nicht in ihrem Dasein. Mehr als ein irritierter Blick kommt meistens nicht dabei raus.

    Wo ich es immer gut merke, ist an den Kommentaren meiner Frau. Von dort bekomme ich öfters einen verbalen Seitenhieb. Sie akzeptiert die Wahl meiner Kleidung oft, aber nicht immer. Dafür hängt der Segen bei uns auch des Öfteren mal schief. Nicht dass einer glaubt, dass ich es so gut habe und meine Frau mich bei jedem Blödsinn unterstützt. Das tut sie bei weiß Gott vielen Gelegenheiten, aber halt auch nicht immer. Ich glaube sie hat an vielen Stellen einfach resigniert. Ich weiß dass es nicht gerade hilfreich in der Beziehung ist, aber aus meiner Haut kann ich auch nicht. So arrangieren wir uns mal besser, mal schlechter.



    Das war mein Sommerurlaub 2019. Wer weiß wo ich ihn verbracht habe?

  • Schade, dass jeder Urlaub ein natürliches Ende hat. Deine Schilderungen waren kurzweilig und unterhaltsam. Man sieht: Auch das wahre Leben kann sehr interessant sein.


    Was deine Frage angeht, so bleibe ich bei meiner bereits geäußerten Vermutung: Nordsee, Friesland, evtl. die holländische Friesenküste.